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Schaden durch VW höher als bei Libor-Manipulation?

25.09.2015 – vwlogo_julian_w_pixelioDer VW-Manipulationsskandal könnte Schaden von weit über neun Mrd. Dollar verursachen und damit den für die Manipulation des Libor-Zinses überschreiten, so die Expertenmeinung der Beachcroft Global Insurance Group. Damit sei ebenfalls Versicherer-Relevanz gegeben. Reuters rechnet hier mit für den US-Markt typischen rund 500 Mio. Euro an D&O-Deckung.

Versicherer und Makler gingen hier laut Reuters zwar nicht ins Detail. Jedoch sei es für Unternehmen der Größenordnung von Volkswagen am US-Markt üblich, sich D&O-Schutz in der Größenordnung von rund 500 Mio. Euro pro Jahr einzukaufen.

Ein aufgeführter Versicherungsexperte bezweifelt, dass im konkreten Fall bei VW Haftpflicht- oder Rückrufpolicen zum Tragen kommen. Das Nachrichtenportal Globalreinsurance.com rechnet mit einer Klagewelle seitens der Aktionäre.

Sobald der Skandal über den US-Markt hinausgehe, schätzt dort William Allison von der Beachcroft Global Insurance Group, läge die Strafe sicher über neun Mrd. Dollar und damit über der für die Libor-Manipulation. 2012 war die großangelegte Zinsmanipulation aufgeflogen, an der auch Manager der Deutschen Bank beteiligt waren. Strafen von mehr als 1,2 Mrd. Dollar wurden verhängt, der gesamtwirtschaftliche Schaden auf über neun Mrd. Dollar geschätzt. (vwh/ku)

Bildquelle: Julian W/ pixelio.de

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