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R+V würde von Nahles-Rente profitieren

03.05.2016 – Nach einem Jahr mit starkem Wachstum geht die R+V jetzt in die Digitalisierungsoffensive. Die Online-Präsenz des Versicherers der Genossenschaftsbanken soll smart werden und auf die Vertriebspartner vor Ort verweisen. “Wir erwarten natürlich aus der Digitalisierung auch eine Effizienzsteigerung”, kündigte R+V-Chef Friedrich Caspers gestern in Wiesbaden an.

Um 3,5 Prozent wuchs die R+V im Geschäftsjahr 2015, in der Personenversicherung verbuchten die Wiesbadener 7,9 Mrd. Euro Beitragseinnahmen (nach IFRS), 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Schaden-Unfallversicherung legte um 4,3 Prozent zu auf 5,1 Mrd. Euro Prämie, das Rückversicherungsgeschäft legte um knapp 16 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro zu. Das Wachstum stammt nicht allein aus Beitragseinnahmen, berichtet die R+V. 8,2 Millionen Kunden zählt der Versicherer in seinem Bestand, das sind 97.000 mehr als 2014. Die Zahl der Verträge wuchs um 453 Tsd Stück auf 23,6 Millionen.

Einziger Wermutstropfen in einem ansonsten sehr starken Jahr war das Kapitalanlageergebnis. 3,1 Mrd. Euro warfen die 86,3 Mrd. Euro an investierten Geldern ab, das waren 1,3 Mrd. Euro weniger als im Vorjahr. Darunter litt das Ergebnis. Nach IFRS erwirtschaftete der Konzern im Jahr 2015 nur noch 625 Mio. Euro, das waren 20,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Es war trotzdem noch das zweithöchste Ergebnis der Unternehmensgeschichte, hebt man in Wiebaden hervor.

Gut lief es im vergangenen Jahr vor allem in der betrieblichen Altersvorsorge. Mit einem Neugeschäftsbeitrag von knapp 1,5 Mrd. Euro war die bAV mit weitem Abstand die gefragteste Produktkategorie. 2014 hatte die R+V in der bAV noch ein Geschäft von 684 Mio. Euro Neubeitrag geschrieben. Die Wiesbadener sind an einer ganzen Reihe von Branchenlösungen in der bAV beteiligt, von der Touristik über Apotheker bis hin zur Klinikrente, an der die R+V seit Oktober letzten Jahres als Konsortialpartner beteiligt ist. Von der Nahles-Rente, so sie überhaupt kommt, würde der Versicherer des Geno-Sektors profitieren. Trotzdem plädieren sie für fördernde Maßnahmen an dem bestehenden bAV-System, vom Opting-Out bis zur Förderung, um der Altersvorsorge-Verdrossenheit zu begegnen. (ba)

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