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Rheinländer unterschätzen Berufsunfähigkeitsrisiko

08.12.2015 – Jeder vierte Arbeitnehmer wird vor dem Erreichen des Rentenalters berufsunfähig. Doch ein Großteil der Bevölkerung verkennt das Risiko einer Versorgungslücke oder wirft der Branche vor, eine Auszahlung erfolge erst, wenn Betroffene klagen. Nur 24 Prozent der Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen verfügen über eine Berufsunfähigkeitsversicherung, in Rheinland-Pfalz sind es 32 Prozent, lautet ein Umfrageergebnis der Provinzial Rheinland.

Frauen verzichten deutlich häufiger auf die Absicherung. Als Grund geben sie an, sich einen solchen Vertrag schlichtweg nicht leisten zu können. In Nordrhein-Westfalen besitzen nur 18 Prozent der Frauen, aber 31 Prozent der Männer eine BU-Police. Ähnlich in Rheinland-Pfalz: 27 Prozent der Frauen und 31 Prozent der Männer haben eine solche Versicherung abgeschlossen.

Vor allem meiden viele Arbeitnehmer die Absicherung, weil sie befürchten, eine Auszahlung werde nur dann erfolgen, wenn Betroffene gegen den Versicherer Klage einreichen. Auf die Frage “Was verbinden Sie mit dem Thema Berufsunfähigkeit” antworteten drei Viertel der Befragten in NRW: “Die Anerkennung der Berufsunfähigkeit endet oft vor Gericht.” Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) weist die Vorwürfe zurück. Nur bei zwei Prozent der Leistungsentscheidungen komme es zu einem Prozess, wird ein GDV-Sprecher im Kölner Stadt-Anzeiger zitiert.

15 Prozent der Rheinländer haben die Police gewählt, weil sie jemanden kennen, der berufsunfähig ist. Und 43 Prozent der BU-versicherten Rheinländer haben sich aufgrund einer privaten Empfehlung dafür entschieden. Dem Rat eines Versicherungsmaklers folgen 32 Prozent der Befragten. Von den bereits versicherten Rheinland-Pfälzern haben 35 Prozent die BU-Police auf Anraten eines Maklers abgeschlossen, in Nordrhein-Westfalen sind es 31 Prozent. (vwh/dg)

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