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Regulierer planen Kapitalzuschläge für große Versicherer

29.06.2015 – Aufsicht_Jorma Bork_pixelioDer internationale Verband der Aufsichtsbehörden der Versicherungswirtschaft (IAIS) plant zusätzliche Kapitalanlageanforderungen für große systemrelevante Versicherer. Wie die Börsen-Zeitung unter Berufung auf ein 40-seitiges Diskussionspapier berichtet, sollen die Kapitalzuschläge um bis zu 20 Prozent auf die Anlageanforderungen steigen können.

Laut Bericht bestehen diese aus den Grundkapitalanforderungen (Basic Capital Requirements, BCR) und einem Aufschlag (Uplift). Mit diesem soll schrittweise bis 2019 der Übergang zur Einführung der Insurance Capital Standards (ICS) gewährleisten.

Offen ist laut Bericht hingegen noch die Frage nach der Abstufung der Kapitalzuschläge sowie “nach der Gewichtung nicht traditioneller Versicherungsaktivitäten sowie Aktivitäten außerhalb des Versicherungsbereichs” sowie die Auswirkungen der Kapitalzuschläge. Allerdings erwäge der IAIS zunächst die Unterteilung der Versicherer in zwei oder drei verschiedene Klassen. Den Höchstzuschlag solle allerdings zunächst kein Versicherer erhalten, damit diese ihr Wachstum selbst beschränken, so das Blatt weiter.

Allerdings wurde in der Vergangenheit kontrovers darüber diskutiert, welche Versicherer neben den Banken ebenfalls als systemrelevant eingestuft werden sollen. Laut einer jüngsten Auswertung des globalen Finanzstabilitätsrats (FSB) trifft dies derzeit auf neun Versicherer zu: die Allianz, die American International Group (AIG), die Generali, die Aviva, die Axa, Met Life, Ping An, die US-amerikanische Prudential Financial sowie der britische Versicherer Prudential plc. (vwh/td)

Bildquelle: Jorma Bork / pixelio.de

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