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Q1 von Talanx, Generali, Zurich und Aegon

16.05.2014 – Steigende Kurse an den Finanzmärkten haben Talanx zum Jahresauftakt geholfen. Die italienische Generali-Gruppe hat vom Konzernumbau und von der Erholung an den Finanzmärkten profitiert. Auch die Zurich konnte den Jahresstart von 2013 noch einmal toppen wie auch Aegon ein dickes Plus meldet.

Mit einem höheren Gewinn aus Kapitalanlagen konnte Deutschlands drittgrößter Versicherungskonzern Talanx den Rückgang beim operativen Ergebnis abfedern. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei um vier Prozent auf 509 Mio. Euro gefallen, teilte der Mutterkonzern des Rückversicherers Hannover Rück am Donnerstag in Hannover mit. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 192 Mio. Euro (Vorjahr: 208 Mio.). Vor einem Jahr hatte der Konzern allerdings einen Sonderertrag aus dem Verkauf von Swiss-Life-Aktien verbuchen können. Ohne diesen Effekt wäre der Überschuss um drei Prozent gestiegen.

Talanx bestätigte die Prognose für das laufende Jahr. Demnach soll der Konzerngewinn im laufenden Jahr mindestens 700 Mio. Euro betragen. 2013 hatte der Versicherer 762 Mio. Euro verdient und damit so viel wie noch nie. Konzern-Chef Herbert Haas hatte im März angedeutet, dass er im laufenden Jahr mit einem deutlich über 700 Mio. Euro liegenden Gewinn rechne.

Der italienische Versicherer Generali hat zum Jahresauftakt weiter vom Konzernumbau profitiert. Zudem spielte dem Konzern die Erholung an den Finanzmärkten in die Karten. Probleme gab es dagegen im Geschäft mit Lebensversicherungen in Deutschland. Hier gingen die Prämien deutlich zurück. Konzernweit legten die Einnahmen dagegen um 1,5 Prozent auf 18 Mrd. Euro zu. Der Gewinn sei in den ersten drei Monaten um 9,4 Prozent auf 660 Mio. Euro gestiegen, teilte der Allianz-Konkurrent am Donnerstag in Triest mit. Damit übertraf Generali die Erwartungen der Experten deutlich. Im ersten Quartal gingen im deutschen Lebensversicherungsgeschäft die Prämien um fast ein Fünftel zurück. Generali kämpft hier wie die Konkurrenz mit einer Zurückhaltung der Kunden infolge der niedrigen Zinsen.

Die Zurich Insurance Group hat im ersten Quartal 2014 den Gewinn aus der Vorjahresperiode um 20 Prozent übertroffen und das Geschäftsvolumen gesteigert. Erneut profitierte der Versicherer von einer geringen Schadenlast aus Naturkatastrophen, zudem wurden für Geschäfte aus früheren Jahren etwas mehr Reserven aufgelöst. Auch hat die Zurich aus ihren Kapitalanlagen mehr verdient und zudem begünstigten Sonderfaktoren die Resultate.

Zurich Insurance Group (Zurich) hat einen Reingewinn nach Steuern (NIAS) von 1,3 Mrd. US-Dollar (2012: 1,06 Mrd.) erwirtschaftet. Das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital stieg seit dem 31. Dezember 2013 um 2,2 Mrd. Dollar auf 34,7 Mrd. Dollar an.

Die niederländsiche Aegon-Gruppe meldete eine Steigerung beim Reingewinn um 75 Prozent. Auch hier hat sich die Entspannung an den Finanzmärkten neben einem dicken Plus beim Umsatz bemerkbar gemacht. Außerdem ist das Unternehmen in der Umstrukturierung, nachdem es unter den EU-Rettungsschirm gekommen war. Über die Hälfte des Umsatzes steuerte der amerikanische Versicherer Transamerica bei. (vwh)

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