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Q1 der Rückversicherer mit Potenzial nach oben

08.05.2014 – SturmschadenVerluste bei einem Zinsgeschäft haben dem weltweit zweitgrößten Rückversicherer Swiss Re im ersten Quartal einen Gewinnrückgang eingebrockt. Die Hannover Rück schneidet indes besser ab als die Mitbewerber. Mit Scor und Munich Re hatten weitere maßgebliche Rückversicherer ihre Zahlen bereits präsentiert.

Unter dem Strich stand bei der Swiss Re ein Gewinn von 1,2 Mrd. US-Dollar (0,9 Mrd. Euro) und damit elf Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der Konkurrent von Munich Re und Hannover Rück mitteilte. Während das Schaden- und Unfallgeschäft fast genauso viel einspielte wie im außergewöhnlich guten Quartal ein Jahr zuvor, ließen Verluste bei der Absicherung der Zinsentwicklung den Gewinn der Leben- und Krankensparte auf weniger als ein Viertel einbrechen. Unternehmenschef Michel Liès sieht das Unternehmen dennoch auf Kurs zu seinen für die Jahre 2011 bis 2015 gesetzten Finanzzielen.

Geringe Katastrophenschäden und lukrative Finanzgeschäfte haben beim weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück zum Jahresstart überraschend für einen Gewinnanstieg gesorgt. Unter dem Strich stand im ersten Quartal ein Überschuss von 233 Mio. Euro und damit 0,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Mittwoch vor der Hauptversammlung in Hannover mitteilte. Finanzchef Roland Vogel sieht den Rückerversicherer auf gutem Weg, das geplante Jahresergebnis zu erreichen. Das Unternehmen peilt einen Überschuss von 850 Mio. Euro an.

Analysten hatten mit einem Gewinnrückgang zu Jahresbeginn gerechnet, wie ihn auch die Rückversicherer Munich Re und Swiss Re hinnehmen mussten. Einziger Großschaden für die Hannover Rück war 2014 bislang das mysteriöse Verschwinden des Malaysian-Airlines-Flugzeugs. Finanzchef Vogel erwartet, dass das Unternehmen mit 30,6 Mio. Euro für den Schaden geradestehen muss. Dies ist nur ein Bruchteil des Großschaden-Budgets von 670 Mio. Euro, das der Rückversicherer für 2014 vorgesehen hat.

In der Schaden- und Unfall-Rückversicherung blieb bei der Hannover Rück insgesamt etwas weniger übrig als im ersten Quartal 2013. Dabei muss das Unternehmen wie seine Konkurrenten mit einem anhaltenden Preisdruck vor allem bei der Versicherung gegen Naturkatastrophen zurechtkommen. Dieser Trend werde voraussichtlich auch bei den nächsten Vertragserneuerungen anhalten, sagte Vogel. Positiv entwickelten sich die Kapitalanlagen. Das Kapitalanlageergebnis legte dank des lukrativen Verkaufs von Finanzpapieren und teilweiser Umschichtungen in Dollar um 1,8 Prozent auf 361 Mio. Euro zu.

Ein Jahresstart ohne größere Katastrophenschäden hat dem weltgrößten Rückversicherer Munich Re nicht zu mehr Gewinn verholfen. Deutlich auf Wachstumskurs hatte sich Scor gezeigt. (vwh)

Foto: Von größeren Sturmschäden sind Rückversicherer weitgehend verschont geblieben. (Quelle: GDV)

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