Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Provinzial Nord: Beitragswachstum über Markt – Standorte bleiben

01.07.2014 – Provinzial_nord_logo_150„Der Provinzial NordWest Konzern wird auch in Zukunft mit seinen Gesellschaften an den drei Standorten Münster, Hamburg und Kiel festhalten. Das soll definitiv so bleiben.“ Mit dieser klaren Aussage wies der Vorstandsvorsitzende der Provinzial Nord, Jörg Tomalak-Plönzke, der auch dem Vorstand der Provinzial NordWest Holding angehört, vor Journalisten in Kiel Gerüchte zurück, die im Zusammenhang mit Querelen um das Ausscheiden des Holding-Vorstandschefs Ulrich Rüther sowie damit verbundene Verkaufsabsichten der Sparkassen-Aktionäre aufgekommen waren.

Tomalak-Plönzke unterstrich, dass für seinen Konzern das Regionalprinzip das A und O und damit unabdingbar sei. „Daran halten wir fest.“

Nachdem vor einigen Tagen der Provinzial NordWest Konzern in Münster die Bilanz für das Jahr 2013 vorgelegt hat, präsentierten nun die Provinzial Nord Brandkasse und die Provinzial Lebensversicherung ihre Geschäftszahlen für das vergangene Jahr. Die Provinzial Nord erzielte 2013 trotz außergewöhnlich hoher Schadenbelastungen durch Sturmschäden erneut ein positives Jahresergebnis. Das Geschäftsjahr wurde mit einem Überschuss von 2,6 Mio. Euro nach Steuern abgeschlossen. Vor allem die Stürme hinterließen ihre Spuren in der Bilanz. Allein “Christian” schlug mit rund 98 Mio. Euro an Schadenaufwendungen zu Buche. “Er ist damit das teuerste Schadenereignis der Unternehmensgeschichte”, so Tomalak-Plönzke.

Das Unternehmen erreichte im Geschäftsjahr 2013 ein marktüberdurchschnittliches Beitragswachstum. Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen stiegen um 3,8 Prozent auf 470,7 (Vorjahr: 453,7) Mio. Euro. Wachstumstreiber war vor allem die Kraftfahrtversicherung (5,7 Prozent). Das Kapitalanlageergebnis blieb mit 37,9 (42,0) Mio. Euro etwas hinter dem sehr hohen Vorjahreswert zurück. Die Nettoverzinsung lag bei 4,8 (5,0) Prozent. Die Kostenquote sank erneut auf 27,2 (27,6) Prozent. Die Stürme “Christian” am 28. Oktober und “Xaver” am 6. Dezember führten bei der Provinzial Nord zu einem drastischen Anstieg der Bruttoschadenaufwendungen um 30,8 Prozent auf 418,0 (319,5) Mio. Euro. Etwa 78.000 Schäden wurden gemeldet. Rund 116 Mio. Euro Schadenaufwendungen entfielen allein auf die beiden Orkane.

Eine Pflicht-Elementarversicherung lehnt Kompositvorstand Matthew Wilby allerdings ab. Damit würden falsche Anreize gesetzt. 99 Prozent aller Objekte könnten schon heute versichert werden.

Für 2014 erwartet die Provinzial moderat steigende Beitragseinnahmen. Der Neu- und Mehrbeitrag weise in allen Vertriebswegen Steigerungen auf und liege in den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 3,6 Prozent über dem Vorjahr. Aufgrund von Kosteneinsparungen werde die Provinzial Nord ihre Kostenquote weiter verbessern können. Es sei mit einem deutlich positiven versicherungstechnischen Bruttoergebnis zu rechnen.

Auch die Provinzial NordWest Lebensversicherung hat im letzten Jahr ein gutes Geschäftsergebnis erzielt. Die gebuchten Beitragseinnahmen konnten gegenüber dem Vorjahr um 11,4 Prozent auf 1,5 (1,3) Mrd. Euro gesteigert werden. “Die fondsgebundenen Lebensversicherungen sind ebenso tragende Säulen des Neugeschäftes wie auch unsere biometrischen Produkte. Dies gilt auch für die betriebliche Altersvorsorge”, erläuterte Jörg Tomalak-Plönzke. Bei der Zusammensetzung des Neugeschäftes entfielen 47 Prozent der Abschlüsse auf biometrische Produkte sowie auf fondsgebundene Versicherungen.

Die Stornoquote lag mit 4,5 Prozent erneut unter dem Marktdurchschnitt von fünf Prozent. “Ein Beleg für die hohe Beratungs- und Produktqualität, aber auch ein Vertrauensbeweis unserer Kunden”, so Clemens Vatter, Lebensversicherungs-Vorstand. Der Verwaltungskostensatz verringerte sich auf 2,3 (2,5) Prozent. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen betrug im letzten Geschäftsjahr 4,1 (Vorjahr: 4,3) Prozent. In die Zinszusatzreserve wurden aufgrund der gesetzlichen Vorgaben 128,1 (140,3) Mio. Euro eingestellt. Das Jahresergebnis in Höhe von 13,5 (5,0) Mio. Euro wurde zur Stärkung der Eigenkapitalbasis in voller Höhe den Gewinnrücklagen zugeführt. Auch 2014 entwickelt sich das Neugeschäft in der Lebensversicherung, sowohl im Neugeschäft gegen laufende Beiträge als auch im Segment der Einmalbeiträge, sehr positiv, so Vatter. (wo)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten