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PKV will Gesundheitssystem permanent optimieren

30.01.2015 – Arzt_PatientDie privaten Krankenversicherer bescheinigen dem deutschen Gesundheitssystem einen hohen Standard. Dennoch müsse man permanent an seiner Optimierung gearbeitet werden, um die bestehende Qualität des derzeitigen Systems dauerhaft abzusichern, betonte Kuratoriumsvorsitzender Klaus Henkel auf dem 6. Symposium der SDK-Stiftung in Bad Cannstatt.

Unter dem Thema “Gesunde Qualität – Gesundheitsversorgung auf dem Prüfstand” beleuchteten verschiedene Fachreferenten die Frage nach der Qualität im Gesundheitswesen unter jeweils verschiedenen Blickwinkeln. So betonte Ralf Kantak, Vorstandsvorsitzender der SDK: “Qualität sollte kein Privileg für die Privatversicherten sein, sondern das ganze System betreffen.”

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) plant derweil die Einrichtung eines eigenen Instituts, um eine Qualitätskontrolle nach eigenen Maßstäben durchführen zu können. So müsse v.a. “die Kommunikation zwischen Arzt und Patient verbessert werden”, sagte Timm Genett, Leiter der Abteilung Politik beim PKV. So würde sich mehr als die Hälfte aller Patienten eine gemeinsame Entscheidung mit dem Arzt wünschen, betonte Genett.

Kritisch äußerte sich Astrid Elsbernd von der Hochschule Esslingen über den Zustand des Pflegesektors in Deutschland. Demnach sei der Personalmangel nicht das größte Problem: “Uns mangelt es nicht so sehr an Händen, sondern vielmehr an Köpfen. Es gibt zu wenig Schulungsangebote und Fachvertiefungen”, bemängelte die Pflegeexpertin.

Ein besonderes Augenmerk auf die Hygiene warf Franz Fogt, Leiter der Pathologie und Labormedizin am Universitätshospital der University of Pennsylvania. So verringere sich allein durch die Handhygiene die Anzahl der Wundinfektionen, was den Patienten viel Leid erspare und dem Krankenhaus viel Geld. “Wir haben beispielsweise durch ein Programm, das 29.000 Dollar gekostet hat, 125.000 Dollar gespart”, sagte Fogt.

Eine Parallele zwischen Automobilindustrie und Gesundheitswesen zog Roman Hipp von der Managementberatung Porsche Consulting GmbH. Ähnlich einem
Boxenstopp bei einem Autorennen hat sein Unternehmen etwa die OP-Wechsel in einem Krankenhaus strukturiert: durchgeplant, zügig, aber gleichzeitig ruhig. “Hektik ist kein Zeichen von Qualität”, sagte Hipp. (vwh/td)

Bildquelle: Axa

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