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Pensionseinrichtungen erwarten weniger Rendite

28.10.2015 – Geld_by_birgitH_pixelio.deDie deutschen Pensionseinrichtungen erwarten bei durschschnittlichen Anlageportfolios einen Rückgang der Rendite um etwa 2,8 Prozent pro Jahr. Dennoch scheuen sich viele Investoren davor, ihre Asset Allcations anzupassen. Vielmehr habe der Anteil konservativer Portfolios im Vergleich zum Vorjahr sogar zugenommen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Pension Risk Management und Anlage von Pensionsvermögen von Towers Watson.

Lag die zehnjährige Renditeerwartung im Jahr 2014 noch bei 3,9 Prozent pro Jahr, sank diese 2015 um 1,1 Prozentpunkte auf derzeit 2,8 Prozent, so die Studie. Zudem investieren die befragten Unternehmen ihre Pensionsvermögen zu 63 Prozent in Renten (2014: 59 Prozent), zu 29 Prozent in Aktien (2014: 27 Prozent) und jeweils zu vier Prozent in Immobilien und Alternatives (2014 zusammen zehn Prozent).

“Um Renditeziele zu erreichen und langfristig stabil zu wirtschaften, sollte sich der Portfoliokonstruktionsprozess nicht an unterschiedlichen Assetklassen orientieren, sondern am gewünschten Mix der Renditetreiber und Risikoprämien”, sagt Nigel Cresswell, Head of Investment Consulting bei Towers Watson Deutschland.

Laut Studie habe sich auch die Risikowahrnehmung verändert. Demnach seien die professionellen Investoren in ihren Erwartungen an die zukünftige Entwicklung der Kapitalmärkte deutlich pessimistischer geworden. “Die Auswirkungen der Zinsentwicklung der vergangenen Jahre auf die Bilanzen der Unternehmen erklären, weshalb wir zunehmenden Einfluss der Vorstandsebene auf die Asset Allocation von Pensionseinrichtungen registrieren”, konstatiert Herbert Graf, Senior Investment Analyst bei Towers Watson. (vwh/td)

Bildquelle: birgitH / pixelio.de

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