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Papierverbrauch kostet Versicherer Millionen

03.11.2016 – PapierstapelEine Fläche von 1.408 Fußballfeldern. So groß ist der Wald aus 321.000 Bäumen, der jährlich gefällt wird, um das Papier für die deutschen Versicherungsverträge zu produzieren. Das Insurtech Friendsurance will vom Papierberg runter. “Die Versicherungsbranche ist noch immer zu papierlastig“, erklärt Gründer Tim Kunde. Das Start-Up verzichtete daher einen Tag komplett auf den Gebrauch von Papier.

Friendsurance hat den Papierverbrauch der deutschen Versicherungsbranche berechnet und kommt bei durchschnittlich 15 Vertragsseiten und 428 Mio. Versicherungsverträgen in Deutschland auf eine Gesamtmenge von 32.100 Tonnen. Das Insurtech rühmt sich damit, seine Geschäfte weitestgehend online oder telefonisch zu führen.

“Statt eines starren Papiersystems müssen wir den Versicherten flexible und papiersparende Kommunikationswege bieten“, beschreibt Kunde den Anspruch des Unternehmens. Der etablierten Konkurrenz diagnostiziert der Insurtech-Geschäftsführer eine zu langsam fortschreitende Digitalisierung. Digitale Schnittstellen müssten eingerichtet werden, um Information zwischen Makler, Versicherungsnehmer und Versicherer papierlos und schneller übertragen zu können.

Am World Paper Free Day, der am morgigen Freitag stattfindet, hat sich das 90-köpfige Team von Friendsurance vorgenommen, den Drucker ruhen und Notizzettel in der Schublade zu lassen. Die Geschäfte sollen an diesem Tag papierfrei geführt werden. (vwh/de)

Bildquelle: Wikimedia Commons

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