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Ostdeutschland ist Vorreiter bei Frauenquote

08.07.2016 – Managerinnen_MercerDie ostdeutschen Bundesländer nehmen beim Thema Frauen in Führungspositionen eine Vorreiterrolle ein. Laut einer Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Bürgel sind derzeit bundesweit lediglich 22,5 Prozent der Führungspositionen von einer Frau besetzt. 2015 war die Quote mit 22,4 Prozent nahezu konstant. Die meisten weiblichen Führungskräfte gibt es laut Umfrage in Brandenburg.

Mit einer Quote von 26,1 Prozent liegt das ostdeutsche Bundesland wie schon im letzten Jahr (26,0 Prozent) deutschlandweit an der Spitze. Ebenfalls über dem Bundesdurchschnitt liegen laut Umfrage auch Mecklenburg-Vorpommern mit 26,0 Prozent, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit jeweils 25,6 Prozent und Thüringen mit 24,3 Prozent. Spitzenreiter im Westen ist laut Umfrage das Saarland mit einer Quote von 24,1 Prozent.

Nachholbedarf haben hingegen Baden-Württemberg mit 20,2 Prozent, Bremen mit 20,5 Prozent, Bayern mit 21,0 Prozent und Hamburg mit 21,4 Prozent. Die Gründe liegen nach Ansicht der Wirtschaftsauskunftei vor allem in der Männerdominanz in Entscheidergremien sowie einer mangelnden Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Gleichzeitig nehme der durchschnittliche Chefinnenanteil kontinuierlich ab und steige dann bei den Großunternehmen wieder an, konstatiert Bürgel weiter. Demnach liegt der Frauenanteil in kleinen Firmen mit bis zu zehn Mitarbeitern bei 25,3 Prozent. Bei einer Unternehmensgröße zwischen 101 und 500 Mitarbeitern liegt der Frauenanteil lediglich bei 12,5 Prozent. Bei Großunternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern liege der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei 16,9 Prozent.

Gemessen an den Branchen liegt das Gesundheitswesen mit einer Frauenquote von 37,2 Prozent an der Spitze des Rankings. Auch im Handel (24,9 Prozent) und im Verlagswesen (24,6 Prozent) sind Frauen überdurchschnittlich häufig Führungspositionen vertreten. Nur wenige weibliche Führungskräfte gebe es jedoch im Baugewerbe (7,9 Prozent), im Maschinenbau (9,1 Prozent), in der Energieversorgung (11,2 Prozent) und in der Schifffahrt (11,5 Prozent). In den Aufsichtsräten liegt die Frauenquote laut Umfrage bei durchschnittlich 16,6 Prozent. (vwh/td)

Bildquelle: Mercer

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