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Öffentliche Braunschweig: Stürme belasten die Bilanz

10.06.2016 – “2015 war mit mehreren Kumulschadenereignissen eines der teuersten Schadenjahre unserer bisherigen Geschichte”, resümierte Knud Maywald, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Öffentlichen Versicherung Braunschweig, bei der Vorstellung der Bilanz. 19.000 Schäden mit einer Gesamtschadenhöhe von 18 Mio. Euro verursachten die vielen Stürme, Starkregen und Gewitter im Braunschweigischen Land.

Besonders teuer waren Orkan Niklas mit einem Gesamtschadenaufwand von über sieben Mio. Euro und Sturm Siegfried mit über fünf Mio. Euro. Ebenfalls belastend auf die Bilanz wirkte sich die steigende Zahl an Wohnungseinbrüchen aus. 2015 musste der regionale Versicherer nach eigenen Angaben 728 Einbrüche bei Privatkunden bearbeiten, 2014 waren es noch 673 und 2013 605 Fälle gewesen – ein Anstieg um 20 Prozent in zwei Jahren. Die Schadenzahlungen für Einbruchdiebstahl erhöhten sich entsprechend von 1,7 Mio. Euro 2014 auf 2,2 Mio. Euro im vergangenen Jahr.

Trotzdem erzielte die Öffentliche Braunschweig ein Ergebnis nach Steuern von 28,8 Mio. Euro, eine leichte Verbesserung zu 2014 mit 26,0 Mio. Euro. Die Beitragseinnahmen hingegen waren mit 416,6 Mio. Euro stark rückläufig. 2014 hatten diese sich auf 467,3 Mio. Euro belaufen. Der Umsatzrückgang erkläre sich aus dem gezielten Abbau des unwirtschaftlichen Industrieversicherungsgeschäfts und aus der Beendigung der Zusammenarbeit mit einer Maklerorganisation, heißt es von den Niedersachen. Zu dem dennoch verbesserten Ergebnis hätten die Erträge aus Kapitalanlagen (2,5 Mrd. Euro), eine erfolgreiche Rückversicherungsstrategie und ein konsequentes Kostenmanagement beigetragen.

Für die kommenden Jahre kündigte Vorstandschef Michael Doering eine weitere Senkung der Kostenquote – fünf Prozent bis 2020 – an. Zudem werde man sich noch stärker auf die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen konzentrieren sowie die Digitalisierung weiter vorantreiben. Innerhalb der kommenden Jahre sollen 85 Arbeitsplätze im Innendienst wegfallen. “Diese durch Digitalisierungsprozesse nötigen Personalveränderungen sollen über normale Fluktuation und Vorruhestandsregelungen erreicht werden”, so Doering. (vwh/jko)

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