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Nürnberger mit Gewinnrückgang

22.03.2016 – armin_zitzmann_nuernbergerDie Nürnberger Versicherungsgruppe hat 2015 mit einem Gewinnrückgang abgeschlossen. Wie der Versicherer mitteilte, betrug das Ergebnis vor Steuern 116 Mio. Euro. Dies entspricht einem Minus von 13,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2014: 135 Mio. Euro.). Der Umsatz sank um 2,2 Prozent auf 4,853 Mrd. Euro (2014: 4,963 Mrd. Euro). Die Beitragseinnahmen sanken leicht um 0,9 Prozent auf 3,510 Mrd. Euro (2014: 3.543 Mrd. Euro).

Dabei erweist sich die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) offensichtlich als Wachstumshürde. Demnach sank das Ergebnis in der Lebensparte auf 39,5 Mio. Euro (2014: 51,0 Mio.). Die gebuchten Beiträge gingen im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent auf 2,48 Mrd. Euro (2014: 26,43 Mrd.) zurück. Während die Einmalbeiträge stark sanken, lagen die laufenden Beiträge nach Unternehmensangaben mit einem Plus von 0,2 Prozent auf dem Vorjahresniveau. Der Vertragsbestand blieb 2015 stabil bei drei Millionen Verträgen. Die Vertragssumme stieg auf 143,50 Mrd. Euro (2014: 141,19 Mrd.).

Auch in der Krankenversicherung lag das Jahresergebnis mit 4,2 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (2014: 5,9 Mio.). Die gebuchten Beiträge stiegen hingegen um 4,8 Prozent auf 205 Mio. Euro (2014: 196 Mio.). Auch für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Nürnberger mit einem leichten Wachstum. Die Zahl der Versicherten stieg 2015 auf etwa 257.000 (2014: 249.000).

In der Schaden- und Unfallversicherung erzielte die Nürnberger im Vergleich zum Vorjahr ein stark verbessertes Ergebnis nach Steuern von 46,6 Mio. Euro (2014: 16,0 Mio.). Die Schaden-Kosten-Quote sank auf 96,6 Prozent (2014: 98,6 Prozent). Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent auf 680 Mio. Euro (2014: 672 Mio.).

Die Nürnberger Beteiligungs-AG verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Gewinnrückgang um 24,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 44,6 Mio. Euro (2014: 59,4 Mio.). Das Eigenkapital stieg um 1,6 Prozent auf 630 Mio. Euro (2014: 620 Mio.). Die Dividende soll stabil bei 3,00 Euro je Aktie bleiben. Die Kapitalanlagen stiegen konzernweit um 4,3 Prozent auf 27,56 Mrd. Euro (2014: 26,43 Mrd.).

Insgesamt bewertete Armin Zitzmann die Geschäftsentwicklung seines Unternehmens als “zufriedenstellend, auch wenn die Lage am Kapitalmarkt den Versicherern das Leben schwer macht”. Gleichzeitig betonte er: “Bei uns geht Ertrag ganz klar vor Umsatz. Wir verzichten daher in den nächsten ein bis zwei Jahren auf Wachstum.” (vwh/td)

Link: Geschäftsbericht 2015 der Nürnberger (PDF)

Bild: Armin Zitzmann, Vorstandsvorsitzender der Nürnberger (Quelle: Nürnberger)

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