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Nürnberger hält sich bei Daido-Deal bedeckt

09.01.2014 – Daido-LogoDer japanische Lebensversicherer Daido Life Insurance Company erwirbt fünf Prozent am Grundkapital der Nürnberger Beteiligungs-Aktiengesellschaft (NBG). Mit der „strategischen Partnerschaft” erhoffe man sich „neue Chancen auf deutscher sowie europäischer Ebene”, teilte die Nürnberger vor wenigen Tagen mit. Mehrfache Anfragen der VWheute-Redaktion beim Unternehmen nach Strategien, Zielen und Inhalten der Kooperation liefen ins Leere. Nach wiederholtem Insistieren hieß es schließlich, man könne keinen weiteren Aufschluss geben. Was steckt hinter dem Deal?

Da der Versicherungsmarkt in Japan als gesättigt gilt, zieht es viele japanische Versicherer ins Ausland (siehe DOSSIER Japanische Versicherer in Deutschland). Bekanntes Beispiel für die Investition eines japanischen Versicherers in den europäischen Markt ist die Meiji Yasuda Life Insurance Company, eines der größten Unternehmen weltweit. Im November 2010 schloss der Versicherer mit der Talanx eine strategische Kooperation mit Kapitalunterlegung in Form einer Pflichtwandelanleihe mit einem Volumen von 300 Mio. Euro. Im Juli 2012 übernahmen beide Unternehmen die Warta, die Nummer Zwei des polnischen Versicherungsmarktes.

Daido ist eine 100-prozentige Tochter der börsennotierten T&D Holding, die zu den führenden Versicherungsgruppen Japans zählt. 2012 erzielte Daido einen Umsatz von 6,6 Mrd. Euro.

Den Verkäufer der Anteile gibt die Nürnberger nicht bekannt. Große Aktionäre der NBG sind laut dem Geschäftsbericht 2012 mit 25 Prozent die Consortia Versicherungs-Beteiligungsgesellschaft – zu 33,7 Prozent im Besitz der ­Munich Re –, mit 17,5 Prozent die Seba Beteiligungsgesellschaft – zu rund 49 Prozent im Besitz der ­Munich Re – und mit 13,08 ­Prozent die Versicherungskammer Bayern. (ell)

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