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Nudel-Desaster in Indien lässt Versicherer frohlocken

27.07.2015 – tajmahal_pixelioEin skuriller Streit zwischen der indischen Lebensmittelaufsicht und dem Lebensmittelkonzern Nestlé befeuert derzeit die Geschäfte der Versicherer. Hintergrund der Auseinandersetzungen ist der Bleigehalt in den Maggi-Fertignudeln. Viele Unternehmen suchen nun Schutz, nachdem die Food Safety and Standards Authority of India (FSSAI) im Juni den Verkauf der Nudeln wegen erhöhter Bleiwerte untersagte.

Die Versicherer scheinen von dem Zank zumindest zu profitieren, berichtet die Online-Ausgabe von Das Investment. So prognostiziert die indische Sparte von AIG eine Verzehnfachung des Absatzes von Produktversicherungen aus, da sich immer mehr Hersteller von Nahrungsmitteln, Getränken oder Kosmetika gegen regulatorische Risiken wie Rückrufaktionen absichern wollen. Auch die Allianz SE will einen sprunghaften Anstieg um das Sechsfache verzeichnet haben.

“Das ist das erste Mal, dass die Hersteller so sehr aufgerüttelt wurden”, wird Sasikumar Adidamu, Chief Technical Officer für Nicht-Motorfahrzeug-Versicherungen bei Bajaj Allianz General Insurance in Mumbai zitiert. Zuvor habe man gedacht, “dass ihnen so etwas nie passieren würde. Jetzt sind alle schärfer auf den Kauf solcher Policen.”

Bereits im Juni hatten die indischen Behörden den Verkauf von Instant-Nudeln durch Maggi. Nestlé India schätzt den Verkaufswert der Produkte auf etwa 45,5 Mrd. Euro. Hinzu kommen die Zusatzkosten durch den Rückruf und die Vernichtung der Produkte. Derzeit dominiert das Unternehmen den mit einem Marktanteil von 63 Prozent (2014) den Nudelmarkt auf dem indischen Subkontinent. (vwh/td)

Link: Warum sich Versicherer über das Nestlé-Nudel-Desaster in Indien freuen

Bild: Taj Mahal (Quelle: Katharina Wieland Müller / pixelio.de)

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