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Naturkatastrophen belasten Geschäft der Swiss Re

01.08.2016 – Mumenthaler_Swiss_reDer Schweizer Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Halbjahr 2016 einen Gewinnrückgag um 22 Prozent auf 637 Mio. US-Dollar hinnehmen müssen. Maßgebend für das deutliche Minus war nach Unternehmensangaben eine große Belastung durch Naturkatastrophen in diesem Jahr – darunter Waldbrände in Kanada, Erdbeben in Japan und Überschwemmungen in Europa.

Dennoch sprach der neue Vorstandschef der Swiss Re, Christian Mumenthaler, von einem “soliden Ergebnis, trotz einem anspruchsvollen zweiten Quartal, geprägt von einem schwierigen makroökonomischen Umfeld, höheren Schäden infolge von Naturkatastrophen und gemeldeten Großschäden in Corporate Solutions”.

Gleichzeitig stiegen die verdienten Prämien und Honorareinnahmen des Rückversicherers in den ersten sechs Monaten 2016 um 9,6 Prozent auf 16,1 Mrd. US-Dollar (Vorjahreszeitraum: 14,7 Mrd.). Ein maßgeblicher Wachstumstreiber sei auch der Gewinnzuwachs in ausgewählten Märkten und Geschäftssparten, so der Rückversicherer weiter. Die Schaden-Kostenquote lag im ersten Halbjahr des Jahres bei 98,0 Prozent (Vorjahr: 88,9 Prozent).

Die Geschäftssparte Corporate Solutions wies nach Unternehmensangaben in den ersten sechs Monaten 2016 einen Gewinn von 55 Mio. US-Dollar aus (Vorjahr: 248 Mio.) aus. Maßgeblich für den Gewinneinbruch waren laut Swiss Re zwei große Man-made-Schäden im nordamerikanischen HUK-Geschäft im letzten Halbjahr 2015.

Die zum Jahresbeginn neu formierte Geschäftseinheit Life Capital erzielte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Gewinn 569 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 250 Mio.). Die verdienten Prämien und Honorareinnahmen stiegen von 563 auf 591 Mio. US-Dollar. Life Capital verwaltet geschlossene und offene Lebens- und Krankenversicherungsbestände von Swiss Re. Dazu zählt auch das bestehende Geschäft der Admin Re sowie das Lebenserstversicherungs- und das Krankenversicherungsgeschäft.

Die Lebensparte wies zum 30. Juni einen Gewinn von 417 Mio. US-Dollar aus (Vorjahr: 509 Mio.). Die verdienten Prämien und Honorareinnahmen stiegen hingegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dank Neugeschäft in allen Regionen von 5,1 Mrd. US-Dollar in 2015 auf 5,7 Mrd.

Wie der Rückversicherer weiter mitteilte, soll Jacques de Vaucleroy auf der kommenden Generalversammlung am 21. April 2017 als neues, nicht-exekutives und unabhängiges Mitglied in den Verwaltungsrat gewählt werden. De Vaucleroy hatte bis Juni 2016 den Vorstandsvorsitz der Region Nord-, Zentral- und Osteuropa (NORCEE) bei Axa inne. Darüber hinaus verantwortete er über sechs Jahre den Geschäftsbereich “Life and Savings”. (vwh/td)

Bild: Christian Mumenthaler ist seit 1. Juli 2016 neuer Vorstandschef des Schweizer Rückversicherers (Quelle: Swiss Re)

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