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Munich Re überrascht Anleger und Analysten

07.08.2015 – munichre_vorstand_podium_2015_155In einem herausfordernden Umfeld hat die Munich Re im zweiten Quartal 2015 einen Konzerngewinn von knapp über einer Mrd. Euro erwirtschaftet (1.076 Mio). Dank unterdurchschnittlicher Belastungen aus Naturkatastrophen und einem sehenswerten Kapitalanlageergebnis – 2,5 Mrd. Euro bei einer Rendite von 4,1 Prozent – hob der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Nikolaus von Bomhard, das Gewinnziel für das gesamte Geschäftsjahr auf mindestens drei Mrd. Euro an.

Das operative Ergebnis lag im zweiten Quartal mit 1,8 Mrd. Euro wesentlich über dem des Vergleichsquartals im Vorjahr (2014: 1,1. Mrd. Euro), das Eigenkapital wurde trotz Dividendenzahlung von knapp 1,3 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres gehalten. Auf das gesamte Eigenkapital wurde eine Rendite von 11,7 Prozent verdient. Seit der Hauptversammlung Ende April wurden im Rahmen des im März angekündigten Aktienrückkaufprogramms bislang Aktien im Wert von rund 156 Mio. Euro zurückgekauft, wie der Vorstand bei der Präsentation des neuesten Zahlenwerkes in München bekannt gab.

Auf knapp 1,5 Mrd. Euro (2014: 845 Mio. Euro) summierte sich das operative Ergebnis im zweiten Quartal im Geschäftsbereich Rückversicherung. Allein von Januar bis Juni steuerte die von Torsten Jeworrek geleitete Division 1,5 Mrd. Euro zum Konzernergebnis bei  (Vorjahr: 1.397 Mio. Euro). Die Gesamtbelastung durch Großschäden verringerte sich von 617 Mio. Euro auf 207 Mio. Die eingebuchten Bruttobeiträge stiegen von April bis Juni gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,3 Prozent auf 7,1 Mrd. Euro. Von einem anhaltend hohen Druck auf den Rückversicherungsmarkt berichtet Jeworrek weiter, allerdings scheint man in München so langsam eine Bodenbildung zu erkennen, der Preisrückgang betrug hier nur noch -2,1 Prozent.

Auf eine strikt ertragsorientierte Geschäftspolitik setzt der Chef der Direktversicherungstochter Ergo, Torsten Oletzky, der laut eigener Auskunft nach 14 Jahren seine letzte Bilanz-PK bestritt. Nachfolger wird, wie bereits kommuniziert Markus Rieß von der Allianz kommend. Das operative Ergebnis für die Monate April bis Juni stieg hier auf nunmehr 361 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 257 Mio. Euro). Die gesamten Beitragseinnahmen über alle Sparten hinweg sanken im zweiten Quartal um 3,6 Prozent und beliefen sich zur Halbzeit 2015 auf knapp 4,3 Mrd. Euro (2014: 4,4 Mrd. Euro). Die Schaden-Kosten-Quote im Segment Schaden/Unfall verbesserte sich in Q2 national auf 93,4 Prozent (2014: 95,3), international verschlechterte sie sich auf 100,4 Prozent (2014: 97,5). (vwh/ak)

Bild: Der Vorstand der Munich Re bei der Präsentation der Halbjahreszahlen für 2015. (Quelle: ak)

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