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Munich Re setzt auf das Wachstum in China

15.03.2016 – Der chinesische Versicherungsmarkt bleibt nach dem gigantischen Wachstum der vergangenen Dekade weiter in Fahrt. Der Umbau in eine Dienstleistungswirtschaft wird das begünstigen. In den strategischen Überlegungen der Munich Re spielt China eine zentrale Rolle.

“Der chinesische Markt wird das Beitragsaufkommen bis 2025 mehr als verdoppeln und dann der zweitgrößte Markt weltweit sein”, sagt Ludger Arnoldussen im Exklusiv-Interview mit VWheute (siehe DOSSIER). Derzeit sind die Münchener dort noch unterrepräsentiert, heißt es in einer Unternehmensanalyse in der aktuellen Ausgabe der Versicherungswirtschaft. Doch das soll sich ändern. “Wir sehen Asien seit langem als wichtige Zukunftsregion”, sagt der Munich-Re-Manager.

Knapp 1,3 Mrd. Euro Prämie zeichneten die Münchener im Jahr 2014 in China. Bei der Swiss Re waren das mehr als doppelt so viel. Im vergangenen Jahr zeichneten sich die Schweizer zurück. “Chinesen sind sehr gut im Verhandeln”, kommentiert Swiss-Re-Chef Michel Liès. “Es ist gut, bei großen Kunden auch einmal nein zu sagen.” Lloyd’s hatte im März letzten Jahres ein Büro in Peking eröffnet und will in diesem Jahr dort knapp 400 Mio. US-Dollar an Geschäft zeichnen.

328 Mrd. US-Dollar an Prämien flossen laut Sigma im Jahr 2014 in die Kassen der Versicherer Chinas. Die Wachstumsrate beträgt 17 Prozent. Damit ist China der viertgrößte Versicherungsmarkt unseres Globus, hinter den USA, Japan und Großbritannien. Deutschland liegt in der Sigma-Statistik mit 255 Mrd. US-Dollar an sechster Stelle. Im Jahr 2005 belief sich das Prämienvolumen in China noch auf weniger als ein Drittel des deutschen Marktes. (ba)

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