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Munich Re mit Rückschlägen am Kapitalmarkt

06.11.2015 – Der Großschaden von Tianjin schlägt mit 175 Mio. Euro zu Buche, die Schaden-Kosten-Quote der Munich Re steigt für das Q3 auf 94,5 Prozent (2014: 91,3 Prozent). Beim Quartalsergebnis musste der Rückversicherer im Vergleich zum Vorjahr einen Gewinnrückgang von 329 Mio. Euro hinnehmen – trotz Entlastungen von 101 Mio. Euro (2014: elf Mio.)

Das operative Ergebnis lag im dritten Quartal mit 579 Mio. Euro (Vorjahr: 908 Mio.) unter dem des Vorjahresquartals. Das sonstige nicht operative Ergebnis lag bei -97 Mio. Euro (Vorjahr: -127 Mio.) . Insgesamt sei das Ergebnis des dritten Quartals geprägt durch per saldo negative Sonderfaktoren vor allem bei den Kapitalanlagen. Diesen Belastungen standen laut Unternehmensmitteilung Entlastungen aus einem zufallsbedingt unterdurchschnittlichen Großschadenanfall in der Rückversicherung sowie einem Steuerertrag in Höhe von 101 Mio. Euro (Vorjahr: elf Mio.) gegenüber.

“Die Kapitalmarktturbulenzen haben ihre Spuren im Kapitalanlageergebnis hinterlassen: mit einem unterdurchschnittlichen Veräußerungsergebnis, Abschreibungen auf Aktien und Verlusten aus derivativen Absicherungsinstrumenten”, erklärte Finanzvorstand Jörg Schneider. Mit einem Konzerngewinn von 2,4 Mrd. Euro konnte das Vorjahresergebnis der ersten neun Monate gerade so gehalten werden. Schneider sieht das Unternehmen “weiter auf Kurs zu einem erneut erfreulichen Jahresergebnis.”

Das operative Ergebnis des Geschäftsfelds Ergo für die Monate Juli bis September fiel auf 113 Mio. Euro (Vorjahr: 254 Mio.). “Um Ergo zukünftig in allen Bereichen wettbewerbsfähig aufzustellen, werden wir die gesamte Wertschöpfungskette überprüfen.” (siehe KÖPFE) (vwh/ku)

Link: Quartalsbericht 3/2015 der Munich Re (PDF)

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