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Munich Re mit Naturkatastrophen-Bilanz 2013

08.01.2014 – SturmschadenViel Licht und etwas Schatten, oder anders ausgedrückt, wenige Ereignisse produzierten höhere Schäden. So lässt sich die Naturkatastrophen-Bilanz der Munich Re für das abgelaufenen Schadenjahr 2013 zusammenfassen. Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

Mit 125 Mrd. US-Dollar Gesamtschaden bei versicherten Schäden in der Höhe von 31 Mrd. US-Dollar hielt das Jahr 2013 deutlichen Abstand zu den im Zehn-Jahres-Durchschnitt erwarteten Schäden von 184 Mrd. Dollar bei durchschnittlich versicherten Schäden von 56 Mrd. Dollar. Insgesamt kamen 20.000 Menschen bei 880 Ereignissen ums Leben.

Die teuerste Naturkatastrophe ereilte 2013 ausgerechnet Europa bzw. Deutschland selbst. Die durch das Juni-Hochwasser verursachten Gesamtschäden beliefen sich auf 15,2 Mrd. Dollar, die versicherten Schäden lagen noch bei drei Mrd. Dollar.  An zahlreichen Flüssen erreichte das anschließende Hochwasser Rekordwerte, so etwa in Passau am Zusammenfluss von Donau, Ilz und Inn, wo das Hochwasser den höchsten Stand seit 1501 erreichte. Vorausschauender Hochwasserschutz hat die Schäden aber insgesamt in Grenzen gehalten.

Das galt auch für die Extremwetter-Ereignisse „Xaver“ und „Christian“. Weil Hamburg z.B. seit der Sturmflut von 1962 mehr als zwei Mrd. Euro in Schutzmaßnahmen investiert hatte, richtete die Sturmflut hier keine größeren Schäden an. Insgesamt hat Hamburg durch den Hochwasserschutz nach einer Analyse von Munich Re damit seit der Flut von 1962 Schäden in der Größenordnung von 20 Mrd. Euro vermeiden können. In Folge von „Xaver“ und „Christian“ entstanden europaweit Gesamtschäden in jeweils niedriger einstelliger Milliardenhöhe.

Mit versicherten Schäden von 4,1 Mrd. Dollar waren hingegen die Herbststürme in Deutschland mit bis zu 14 Zentimeter großen Hagelkörnern für die Branche das teuerste Schadenereignis des letzten Jahres.

Human war hingegen der philippinische Tropensturm “Haiyan” mit Windgeschwindigkeiten von über 300 km/h, die größte Katastrophe auf dem Globus. Mehr als 6.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Durch die sehr geringe Versicherungsdichte lag der versicherte Schaden wohl nur in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe.

Überdurchschnittlich aktiv zeigte sich mit 31 benannten Stürmen die Taifunsaison im Pazifik. Die Munich Re sieht hier den Beginn eines natürlichen Zyklus heraufziehen. Gering war hingegen die Zahl von Hurrikanen im Nordatlantik, kein einziger erreichte das amerikanische Festland. Lokal mussten allerdings im Bundesstaat Oklahoma ein Tornado der Kategorie fünf und in der kanadischen Provinz Alberta eine großflächige Überflutung verkraftet werden. (ak)

Foto: Auch 2013 hatten die Schadenregulierer viel zu tun. Ganz besonders hier in Deutschland (Quelle: vw)

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