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Munich Re: Daten zur Erschließung neuer Geschäftsfelder

21.09.2015 – Big_Data_Thomas Riegler_pixelioAuch bei der Munich Re ist der Umgang mit Daten Kern der Geschäftstätigkeit. Doch bestehe die Gefahr, dass man von der Menge an Daten überwältigt wird, so Marcus Winter, Leiter Strategie Rückversicherung, Reinsurance Development. Mit der Entscheidung für eine Big Data Analytics Plattform von SAS will der Rückversicherer eine Vorreiterrolle in der doch eher IT-trägen Versicherungsbranche einnehmen.

Das langfristige Ziel der Munich Re: bei internen Prozessen wie der Schadenbearbeitung und der Risikoselektion besser zu sein. „Das bietet unseren Kunden und uns einen Mehrwert“, Marcus Winter. „Beispiel Tianjin: Bei einem derartigen Ereignis können wir nun rasch reagieren und große Datenmengen automatisiert durchsuchen, welche Unternehmen möglicherweise über eine Betriebsunterbrechung in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Wenn man so etwas frühzeitig weiß, lassen sich Gegenmaßnahmen einleiten, um den Schaden zu reduzieren oder gar nicht eintreten zu lassen. Das ist ein Service, den wir unseren Kunden bieten können.“

Versicherer verfügen nicht nur über langfristige Kundenbeziehungen sondern auch über jede Menge Daten. Um sich diese zu Nutze zu machen, braucht man die richtige Technologie. Im Wesentlichen seien, so Kai Fahlenbock Leiter Insurance Division bei SAS, dabei drei Dinge zu beachten. „Im ersten Schritt geht es darum, große Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen zu integrieren.

Dabei sollten interne und externe, strukturierte und unstrukturierte Daten wie Text verknüpft werden” Im zweiten Schritt komme die Analytik zum Zuge. Hierdurch könnten komplexe Zusammenhänge entdeckt werden. Analytik liefere die eigentliche Wertschöpfung. Im dritten und letzten Schritt würden die Erkenntnisse für den Business User “anfassbar” gemacht durch modernste Visualisierung.

“Versicherer sollten akzeptieren, dass es neben reinem Expertenwissen auch datengetriebene Use Cases gibt. Hieraus können neue Geschäftsfelder entstehen. Gleichzeitig muss jedem klar sein, dass auch die Versicherungsbranche sehr schnell durch neue Marktteilnehmer unter Druck geraten kann, die mit Daten sehr offensiv umgehen”, konstatiert Fahlenbock. (vwh/ku)

Bildquelle: Thomas Riegler/ pixelio

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