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Munich Re bleibt optimistisch und will liefern

21.03.2014 – munich_re_bpk_2014_kleinDie Munich Re hat für das laufende Geschäftsjahr 2014 einen Gewinn von drei Mrd. Euro ins Visier genommen. Das kündigte der Vorstandsvorsitzende Nikolaus von Bomhard auf der Bilanzpressekonferenz in München an. Das ist zwar weniger als 2013, bleibt aber angesichts niedriger Zinsen und wachsendem Konkurrenzdruck ambitioniert.

Ungewohnt offensiv präsentierte sich das Unternehmen zur Jahresabrechnung vor der internationalen Presse. “Starke Bilanz – Starke Ergebnisse”, so hatte die Munich Re ihren Geschäftsbericht überschrieben und für Selbstbewusstsein hatte Vorstandschef v. Bomhard auch allen Grund: Das Konzernergebnis für die Gruppe von 3,3 Mrd. Euro, bei einem Eigenkapital von 26,2 Mrd. Euro (+1,4 Prozent) und einer Rendite von 3,5 Prozent auf das Kapitalanlageergebnis markiert das drittbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte.
In einem von politischen Unwägbarkeiten geprägten Umfeld (Stichwort Niedrigzins) seien die Ziele der Munich Re zwar ambitioniert, aber: “Was uns wichtig ist: Lieber weniger versprechen und dann auf jeden Fall liefern”, so v. Bomhard.

Finanzchef Jörg Schneider betonte, dass die Anforderungen für Solvency II mit 260 Prozent übererfüllt seien und die Bewertungsreserven auf 15 Mrd. Euro ausgeweitet wurden. Für 2014 erwartet der Vorstand weiter ein “herausforderndes Umfeld”.

Immer wichtiger wird die Ertragskraft des Versicherungsgeschäfts, denn die Erträge aus Kapitalanlagen nehmen ab. So schlugen vor allem Währungseffekte mit knapp 1,5 Mrd. Euro stark ins Kontor. Beklagt wurde ein für das Unternehmen viel zu starker Euro. Trotzdem wird, wie übrigens schon seit 1969, die Dividende nicht gekürzt und auch ein Aktienrückkaufprogramm läuft aktuell. Bis April soll dafür rund eine Mrd. Euro investiert werden. Diese Ankündigung machte das Papier an diesem Tag zum DAX-Gewinner.

Zufrieden zeigte sich Ergo Vorstandschef Torsten Oletzky im Geschäftsfeld Erstversicherung wo nach 2012 der Gewinn von 290 Mio. Euro auf nun mehr 436 Mio. Euro gesteigert werden konnte. Als “inakzetabel” bezeichnete Oletzky hingegen die Schaden-Kosten-Quote von 131 Prozent in der Sparte Wohngebäude (Kfz: 106,7 Prozent; Hausrat 80,2 Prozent). Auch Munich Health konnte sich verbessern und steht aktuell mit einem Gewinn von 150 Mio. Euro recht positiv da. Nach Prüfung des Koalitionsvertrages herrscht jetzt auch Entspannung im Bereich der privaten Krankenversicherung. Vier Jahre Ruhe bedeuten für Oletzky vier weitere Jahre kontinuierliche Restrukturierung im Unternehmen.

Ein Fels in der Brandung ist auch der von Torsten Jeworrek verantwortete Bereich Rückversicherung: Gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 10,8 Mrd. Euro bei einer Schaden-Kosten-Quote von 92,1 Prozent können sich auch im internationalen Wettbewerb sehen lassen. Eine weiter gute Profitabilität erwartet Jeworrek bei der nächsten Erneuerung im Bereich Schaden/Unfall: Hier wird ein versicherungstechnisches Ergebnis über 400 Mio. Euro erwartet. (ak)

Bild: Torsten Jeworrek, Torsten Oletzky, Nikolaus von Bomhard und Jörg Schneider (v.l.n.r.) bei der Vorstellung der Unternehmenszahlen für 2013 in der Münchener Konzernzentrale. (Quelle: ak)

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