Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Munich Re als Fels in der Brandung

10.08.2016 – von-bomhard-150Einen Konzerngewinn in Höhe von 1,4 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2016 (Vorjahr: 1,86 Mrd. Euro) hat der weltgrößte Rückversicherer, die Munich Re, in München bekannt gegeben. Trotz größerer Schäden aus Naturkatastrophen wie Waldbrände in Kanada, Erdbeben in Japan und zahlreicher kleinerer Schäden in Europa hat der Konzern damit schon mehr als die Hälfte des prognostizierten Jahresgewinns von 2,3 Mrd. Euro erwirtschaftet.

Unterm Strich verdiente das Unternehmen von April bis einschließlich Juni 2016 zwar neun Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, doch Analysten hatten weniger erwartet, dem entsprechend gehört die Munich Re Aktie gestern zu den Tagesgewinnern im DAX. Einen größeren Verlust konnte das Management um Munich Re-Chef Nikolaus von Bomhard, Finanz-Vorstand Jörg Schneider und Rückversicherungs-Vorstand Torsten Jeworrek mit dem Verkauf von Wertpapieren verhindern.

Um neun Prozent stieg in diesem Zusammenhang das Kapitalergebnis auf insgesamt 2,7 Mrd. Euro. Dass mit dieser Maßnahme das Tafelsilber veräußert worden wäre bestritt von Bomhard:” Das Tafelsilber liegt bei uns gut im Schrank”. Einzelne Hauptrisiken für das Unternehmen, wie Brexit, erwartete Hurricanes, sogenanntes Alternatives Kapital, politische Risiken oder Unruhe an den internationalen Kapitalmärkte seinen beherrschbar, so der Vorstand, die Hauptgefahr liege jedoch im Kumul, wie von Bomhard auf der Medienkonferenz ausführte:

Das Geschäftsfeld Rückversicherung trug im gesamten ersten Halbjahr 2016 1,43 Mrd. Euro zum Konzernergebnis bei. Das versicherungstechnische Ergebnis der Lebensrückversicherung verbesserte sich und lag im zweiten Quartal mit 103 Mio. Euro “im Rahmen der Erwartungen”, wie der Konzern mitteilte. Die Schaden- und Unfallrückversicherung erzielte im zweiten Quartal einen Ergebnisbeitrag von 778 Mio. Euro und die Schaden-Kosten-Quote schrammte die 100er-Marke knapp mit 99,8 Prozent (Vorjahreszeitraum 93,3 Prozent). Die Gesamtbelastung von Großschäden betrug im zweiten Quartal minus 542 Mio. Euro, wovon 335 Mio. Euro auf Naturkatastrophen und 207 Mio. Euro auf Menschen verursachte Großschäden zurückgehen.

Erste Schritte zur Verbesserung der Lage bei Ergo konnten ebenfalls zurückgelegt werden: Das operative Ergebnis für die Monate April bis Juni 2016 stieg auf nunmehr 445 Mio. Euro (Vorjahr 358 Mio. Euro). Allerdings sanken die Beitragseinnahmen über alle Sparten hinweg im zweiten Quartal um 2,8 Prozent und beliefen sich auf 4,179 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum 4,297 Mrd.). Große Hoffnungen auf den Turnaround lasten hier auf Markus Rieß, der mit hohe Investitionen, eine Mrd. bis 2020, das Dauersorgenkind der Munich Re wieder auf die Spur setzen will. In der Fragerunde nach der Pressekonferenz gaben von Bomhard und Rieß einen Ausblick in die Zukunft beider Unternehmen.

Siehe auch KÖPFE. (vwh/ak)

Bild: Nikolaus vom Bomhard, Vorstandsvorsitzender der Munich Re (Quelle: Munich Re)

Tags:
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten