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Münchener Rück: Neue Überlegungen bei Geothermie

23.09.2013 – geothermieWie jetzt im Rahmen von  gefährdeten Geothermieprojekten in Oberbayern bekannt wurde, stellt die Münchener Rück neue Überlegungen über ihr Angebot einer „Fündigkeitsversicherung“ an.

Die Fündigkeitsversicherungen für tiefe Geothermieprojekte , die auch von der KfW-Bankengruppe angeboten werden, erfreuen sich im Zuge der Energiewende lebhafter Nachfrage. „Wir haben einen Schub erlebt“, verlautete Matthias Tönnis, Geologe und Geothermiespezialist der Munich Re, erst jüngst in den Medien.

Die Zahl der Anfragen liege bei mehr als 100 Projekten, vor allem für Standorte in Deutschland und den USA. In der Bundesrepublik decken Fündigkeitspolicen aktuell mehrere Standorte in Oberbayern ab, wobei jetzt Probebohrungen bei Geretsried-Wolfratshausen so unbefriedigend verlaufen sind, das dies zugleich zu einem Stopp eines weiteren Geothermiewerks bei Bernried am Starnberger See führte.

Die Projektgesellschaft BE Geothermal beziffert den Schaden aus dem Scheitern allein des Geretsrieder Vorhabens auf bis zu 20 Millionen Euro, die nun über die Fündigkeitsversicherungen aufgefangen werden müssten. Eine Kumulierung der Schadenssumme kann sich für die Münchener Rück ergeben, wenn in der Folge jetzt auch das seit rund vier Jahren betriebene Bernrieder Projekt wegen mangelnden Thermalwassers abgebrochen wird. Die hohen, bis dahin vor allem für die Bohrung bereits getätigten Investitionen würden für die Investoren dadurch verloren gehen.

Die BE Geothermal, die über eine Londoner Holding zu einem australischen Finanzkonglomerat gehört, sieht überdies Schwierigkeiten auf sich zukommen, weil die Refinanzierung über die EEG-Umlage durch absehbare Änderungen in der neuen Legislaturperiode gefährdet ist.

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