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MetLife klagt gegen Systemrelevanz

15.01.2015 – steven-kandarian_metlifeDer größte Lebensversicherer der USA, die MetLife, wehrt sich gegen die Einstufung als „systemrelevant“. MetLife ist damit der erste Versicherer, der dagegen juristisch vorgeht. Als „systemrelevant“ werden diejenigen Banken und Versicherer eingestuft, deren Zusammenbruch nach Auffassung der jeweiligen Regierung die Stabilität des gesamten Finanzsystems gefährden würde.

MetLife reichte eine Klage gegen die entsprechende Entscheidung eines US-Regierungsgremiums ein. Der größte Lebensversicherer der USA sieht sich selbst nicht als “systemrelevant”. Eine solche Einstufung ist vor allem mit schärferen Auflagen für die betroffenen Unternehmen verbunden.

Genaueres zu den Folgen einer Systemrelevanz ist aber noch nicht bekannt. Dies kritisiert MetLife in einer Pressemitteilung. Erst wenn die genauen Auflagen feststehen und deren Auswirkungen auf die Unternehmen bewertet werden könnten, sollte eine Entscheidung über die Systemrelevanz getroffen werden, heißt es hier. MetLife-CEO Steven A. Kandarian befürchtet vor allem eine Wettbewerbsverzerrung und betont, dass Unternehmensgröße allein kein Kriterium für die Einstufung als “systemrelevant” sein dürfe.

Andere betroffene Unternehmen wie AIG, Prudential oder der Finanzierungsarm des Mischkonzerns General Electric waren hingegen nicht gegen die Entscheidung vorgegangen, wie Börse Online berichtet.

In Deutschland gilt bisher nur die Allianz als systemrelevant. Weitere globale systemrelevante Versicherer sind Generali, Axa und Ping An. (vwh/jko)

Bild: Steven A. Kandarian, Vorstandsvorsitzender der MetLife. (Quelle: MetLife)

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