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Metlife jetzt doch nicht mehr systemrelevant

11.04.2016 – Die Metlife ist nach einer aktuellen Gerichtsentscheidung in Washington doch nicht mehr systemrelevant. Laut FAZ ist noch nicht klar, ob dieser Status nun definitiv ist oder ob das US-amerikanische Finanzministerium dagegen vorgehen will.

„Mit dem Umsturz der Schlussfolgerungen erfahrener Finanzaufseher verhängte das Gericht neue Anforderungen, die nie vom Kongress verabschiedet wurden, und widerspricht wichtigen Lehren aus der Finanzkrise“, zitiert die FAZ den amerikanischen Finanzminister Jacob Lew. Metlife, einer „der größten und am stärksten vernetzten“ Finanzkonzerne der Welt, werde nach dem Urteil nun weniger kontrolliert als vor der Finanzkrise.

Die Metlife ächzte unter den für systemrelevante Versicherer höheren Eigenkapitalanforderungen wie auch den drohenden regelmäßigen Stresstests. Noch zu Beginn des Jahres waren Pläne laut geworden, dass die Metlife sich von einem substanziellen Teil seines Privatgeschäfts trennen will. Ob die Vermögenswerte von rund 240 Mrd. Dollar weiter zur Disposition stehen, war zunächst noch nicht bekannt.

Der größte Lebensversicherer der Staaten wollte so Eingriffsmöglichkeiten von US-Aufsehern begrenzen. Eine ähnliche Taktik verfolgt General Electric. Der große Siemens-Konkurrenz hatte große Teile seiner Finanzsparte veräußert, wie die FAZ meldet, und vergangene Woche den Antrag gestellt, des Status der Systemrelevanz aufzugeben. Die AIG will, geht es nach Investor Charles Icahn, genauso vorgehen. (vwh/ku)

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