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Mecklenburgische Kfz nach sieben Jahren in Gewinnzone

24.04.2015 – thomas_flemming_mecklenburgischeDie Mecklenburgische Versicherungsgruppe in Hannover und Neubrandenburg hat im Geschäftsjahr 2014 nicht zuletzt dank geringerer Schadenbelastungen durch Wetterunbillen gute Ergebnisse erzielt. Aber auch die vorsichtige, risikoorientierte Zeichnungspolitik habe sich wie der Vorstand betonte ausgezahlt. Die zuletzt hochdefizitäre Wohngebäudeversicherung schloss fast mit plus minus Null ab. Und in der Kfz-Versicherung wurde nach sieben Verlustjahren erstmals wieder eine “ordentliche” Rendite erzielt.

Die Verbesserungen spiegeln sich auch in der Schaden-/Kostenquote der Muttergesellschaft, die die Schaden- und Unfallversicherung betreibt, wider. Sie lag bei 93,4 Prozent (Vorjahr: 97,6 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis legte kräftig auf 32,4 Mio. Euro (Vorjahr: 14,2 Mio.) zu. Nach den Worten von Vorstandschef Thomas Flemming ist eine Verbesserung der Versicherungstechnik angesichts der durch Niedrigzinsen dahinschmelzenden Kapitalerträge dringend erforderlich.

Die Beitragseinnahmen der Gruppe, zu der neben der Sachversicherung Lebens-, Kranken- und Rechtsschutzversicherungen gehören, erhöhten sich 2014 um 2,8 Prozent auf 507 Mio. Euro. In der Lebenssparte bewegten sich die Prämien “seitwärts”. Bei weiter knapp gehaltenen Einmalbeiträgen und nur leicht gewachsenen laufenden Beiträgen betrug das Prämienvolumen 123,5 Mio. Euro (Vorjahr: 122 Mio.). Die Mecklenburgische bietet derzeit noch ausschließlich garantierte Produkte an. Für 2016 plant aber auch Flemming andere Garantiemodelle. Außerdem will er vermehrt biometrische Produkte anbieten.

Besorgt zeigte sich der Vorstand über die steigende Dotierung der Zinszusatzreserve. Sie habe sich auf 15,5 Mio. Euro (Vorjahr: 12,5 Mio.) belaufen und werde weiter deutlich zulegen. Diese enormen Aufwendungen seien nur noch durch Auflösung von Bewertungsreserven zu schultern. Im vergangenen Jahr sei dies aber nur in geringem Umfang der Fall gewesen. Flemming bezeichnete den Verkauf von gut verzinslichen Papieren als kontraproduktiv. Er hält daher Änderungen bei der Ausgestaltung der Zinszusatzreserve für notwendig. (cs)

Bild: Thomas Flemming, Vorstandschef der Mecklenburgischen

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