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Mastercard wird auf Rekordschadenssumme verklagt

12.09.2016 – kreditkarte_pixelioDer Kreditkartenanbieter Mastercard ist in Großbritannien auf eine Rekordsumme von 16,5 Mrd. Euro (etwa 14 Mrd. Pfund) Schadenersatz verklagt worden. Wie das Handelsblatt berichtet, werde dem Unternehmen vorgeworfen, durch überhöhte Gebühren die Preise für Verbraucher in die Höhe getrieben zu haben. Im Rahmen der Sammelklage vertritt die US-Großkanzlei Quinn Emanuel nach eigenen Angaben rund 46 Millionen britische Verbraucher.

Laut Bericht geht bei dem Streit vor allem um sogenannte inländische Interbanken-Entgelte. Dabei handelt es sich um Gebühren, die Zuge eine Kreditkarten-Zahlung von der jeweiligen Bank berechnet werden. Zahlen muss dafür allerdings die Bank, welche die Zahlung erhält, und nicht der Verbraucher.

Die US-Kanzlei Quinn Emanuel argumentiert nun, diese Gebühren seien von den Banken zunächst an die Händler und dann in Form höherer Preise an die Verbraucher weitergegeben worden seien. Davon betroffen seien auch die Kunden, welche keine Mastercard besitzen. Zudem halte es Quinn-Emanuel-Partner Boris Bronfentrinker laut Handelsblatt für “sehr wahrscheinlich”, dass auch deutsche Verbraucher davon betroffen seien.

Mastercard selbst kündigte laut Bericht an, sich gegen die Vorwürfe “energisch” wehren zu wollen. Zuerst wolle man aber die 600-seitige Klageschrift prüfen. Laut Handelsblatt handelt es sich dabei um die größte Schadenersatzklage in der Geschichte des Vereinigten Königreiches. (vwh/td)

Link: Milliarden-Schadenersatzklage gegen Mastercard

Bildquelle: Tim Reckmann / pixelio.de

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