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Marsh: Bei D&O ist die Goldgräberstimmung längst vorbei

31.10.2014 – marshVon VWheute-Korrespondent Wolfgang Otte.

Aus Sicht von Stefan Steinkühler, Leiter des Geschäftsbereichs Financial & Professional Services der Marsh GmbH mit Deutschland-Sitz in Frankfurt am Main, ist durch die inzwischen sehr weichen Bedingungen bei D&O-Versicherungen das Ende der Kreativität erreicht. “Die Goldgräberstimmung früherer Jahre ist schon seit einiger Zeit vorbei. Die Prämien sind durch zusätzliche Kapazitätsgeber in dem klassischen Commercial-Bereich sehr stark zurückgegangen”.

Steinkühler betont, dass die Schadenfälle erheblich komplexer geworden seien. Es gebe heutzutage ein größeres Bewusstsein für das Haftungsumfeld und die Verpflichtung, Schadenersatzansprüche aufgrund von Pflichtverletzungen durch Organmitglieder geltend machen zu müssen, um nicht selbst schadenersatzpflichtig zu werden. Die gesamtschuldnerische Haftung werde gelebt.

Die Musik spiele zurzeit bei Zusatzbausteinen. Dabei gehe es um besondere Deckungen für ausgeschiedene Vorstände, bzw. Organmitglieder. Die D&O-Versicherung könnte aber keine Auffangversicherung als Ersatz für andere Policen sein. “Der Kern der D&O-Deckung, ausschließlich Pflichtverletzungen durch das Management zu versichern, darf nicht verwässert werden”.

Eine Versicherung sollte allerdings für Manager immer nur eine Art Notnagel sein. Viel wichtiger seien Regelungen im Dienstvertrag, die das Haftungspotential gering halten. (wo)

Das gesamte Interview ist nachzulesen im Business- und Managementmagazin Versicherungswirtschaft 11/2014.

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