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Mapfres Ambitionen im Industrieversicherungsgeschäft

17.01.2014 – mapfre-logoMapfre präsentiert sich als alternativer Ansprechpartner für deutsche Risk Manager großer Unternehmen. Von der Konkurrenz differenzieren möchte man sich insbesondere durch die Bereitschaft auch über innovative Lösungen nachzudenken sowie durch den Zugang zu den südamerikanischen Networks (insbesondere in Brasilien), etwa auch was Fronting-Dienstleistungen für Industriecaptives angeht.

Don Alfredo Castelo Marin, Global Risks CEO, betonte, Mapfre habe es vermocht auch während der Finanzkrise jedes Jahr kontinuierlich zu wachsen und konstant Gewinne zu erwirtschaften.

Die in 45 Ländern lokal präsente Mapfre insgesamt erzielte in 2012 eine Bruttoprämie von rd. 21,6 Mrd. Euro. Mapfre Global Risks brachte es 2012 auf eine weltweite Bruttoprämie von 1,115 Mrd. Euro (10,7 Prozent Wachstum im Verhältnis zu 2011). Der Löwenanteil, 528 Mio. Euro, entfiel auf Spanien, mit 438,2 Mio. Euro stand Lateinamerika an zweiter Stelle. Das nicht-iberische Europa steuerte erst 105 Mio. Euro hinzu. Einziges Wachstumshindernis scheint das Mapfre-Rating von S&P BBB+ (AM Best: A) zu sein, eine Folge der Herabstufung des spanischen “sovereign ratings”. Immerhin rangiert Mapfre aber noch um zwei Stufen oberhalb des Sitzlandstaats.

Bis Ende 2014 will man im Bereich der von Ulrich Stürmer geleiteten deutschen Niederlassung zehn Underwriter beschäftigen. Allmählich möchte Mapfre in Deutschland auch den Lead einzelner Industriepolicen übernehmen.

Im Festvortrag zum diesjährigen Neujahrsempfang beschäftigte sich Eberhard Faller, EVP und oberster Risk Manager bei BASF mit dem Thema „Quo Vadis Industrieversicherung“. Seine Thesen:

  • Die Assekuranz werde derzeit leider mit den für die 2008er Finanzkrise verantwortlichen Banken in einen Topf geworfen, müsse daher ebenfalls unter einer entsprechenden Compliance Kosten auslösenden Überregulierungswelle leiden. Trotz dieser unwillkommenen Ablenkung müsse man aber bestrebt sein mit den Kunden zusammen neue Produkte zu entwickeln und die eigene Organisation zu verschlanken und zu straffen.
  • Die anhaltende Niedrigzinsphase und Solvency II führten zu einer anhaltenden Konsolidierung bei den Anbietern.
  • Künftig sei eine Produktdifferenzierung in solche von der Stange (commodities, preisgelenktes Käuferverhalten) sowie Massanfertigungen (customised, nur vom Spezialisten) denkbar. Die besseren Margen wären im zweiten Segment erzielbar.
  • Die Assekuranz müsse mit den Großkunden  zusammen neuartige Produkte entwickeln. Dies gelte insbesondere für den tertiären Sektor, der relativ wenig an konkreten Assets zu versichern habe, jedoch Deckung hinsichtlich seiner immateriellen Wirtschaftsgüter benötige. Die bisherigen Grenzen der Versicherbarkeit seien dabei zu überdenken. Anzustreben sei auch eine externe Überprüfung und Zertifizierung der Produkte. Nur ein solches Vorgehen könne noch Wachstum generieren.
  • Es bedürfe der Entbündelungen zwischen Risiko und Serviceleistung. Das bisherige Paket müsse aufgeschnürt werden, es seien für die Module in transparenter Weise separate Preise festzulegen.
  • Unerlässlich sei die Präsenz in dynamisch wachsenden Schwellenländern. Über Joint Ventures ließen sich dortige Marktpositionen rascher einnehmen. (cpt)
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