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Mapfre kauft Direct Line-Töchter in Italien und Deutschland

26.09.2014 – mapfre-logoVon VWheute-Spanien-Korrespondent Rolf Engelhardt.

Der spanische Marktführer Mapfre forciert seine Expansion in der europäischen Nichtlebensversicherung. Wie das Unternehmen mitteilt, übernimmt es die lokalen Einheiten der britischen Direct Line in Deutschland und Italien für einen Kaufpreis von 550 Millionen Euro. Die Transaktion beschert der Mapfre 1,6 Millionen neue Kunden und zusätzliche Prämieneinnahmen in Höhe von 714 Millionen Euro.

„Die übernommenen Aktiva der Direct Line in Italien und Deutschland stellen eine absolut strategische Investition für die Mapfre dar.“, sagt der Präsident der Mapfre-Gruppe Antonio Huertas. Die Transaktion stärke zwei Kerngeschäftsfelder ihrer weltweiten Wachstumsstrategie: die Expansion in der europäischen Nichtlebensversicherung und das Onlinegeschäft. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Aufsichtsbehörden.

In Italien ist die Direct Line mit einem Marktanteil im Direktvertrieb der Kraftfahrtversicherung von rund 28 Prozent der Marktführer in diesem Absatzkanal. Die Gesellschaft erzielt ein Prämienvolumen von 500 Millionen Euro und zählt rund eine Million Kunden. In Deutschland rangiert die Direct Line in diesem Geschäftsfeld auf Rang drei mit einem Marktanteil von 13 Prozent. Das Prämienvolumen erreicht hier der Mapfre zufolge eine Höhe von 200 Millionen Euro mit einem Kundenstamm von rund 600.000. In 2013 erzielte Direct Line mit beiden Tochtergesellschaften einen Vorsteuergewinn von 19,5 Millionen Euro.

Die Mapfre erwartet hohes Wachstumspotential durch diese Übernahme. „Der Direktvertrieb zeigt eine hohe Entwicklungsdynamik in beiden Ländern: in den vergangenen fünf Jahren ist der in Italien um 74 Prozent und in Deutschland um 38 Prozent gewachsen“, heißt es vom spanischen Marktführer. Die Direct Line-Gruppe hat beide Tochtergesellschaften im Jahr 2002 übernommen. Nach einer Diversifikation ihrer Vertriebskanäle über beispielsweise Vertriebsabkommen mit Fabrikanten oder Finanzinstituten stammen gegenwärtig nur noch 45 Prozent des Prämienvolumens aus dem Direktvertrieb.

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