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Mangelndes Know-how für erfolgreiche Investments

07.12.2015 – rendite_pixelioRund 84 Prozent der sogenannten Private-Equity-Investoren (Limited Partners) glaubt, dass ihnen sowohl die Fähigkeiten als auch die Erfahrungen und Prozesse fehlen, um Co-Investments zu tätigen. Zu diesem Ergebnis kommt der jüngste Coller Capital Global Private Equity Barometer, der heute vorgestellt wird. Die Gründe sehen die Unternehmen in den knappen Fristen und fehlenden Fachkenntnissen.

Zudem herrsche bei den Investoren die Ansicht vor, dass unterschiedliche Limited Partner auch ein unterschiedliches Renditeniveau aus der Assetklasse erwirtschaften. So sehen die befragten laut Umfrage vor allem eine Benachteiligung kleinerer Investoren durch die hohen Beträge, mit denen sich die größeren Konkurrenten in den einzelnen Fonds engagieren. Kleinere Investoren hätten hingegen nur einen beschränkten Zugang und eine begrenzte Verhandlungsmacht gegenüber den besten Fonds.

Außerdem vertreten die befragten Unternehmen die Ansicht, dass Investoren mit einem größeren operativen Handlungsspielraum auch höhere Erträge aus Beteiligungen erzielen als Investoren mit stärkeren Restriktionen. Denn dieser Handlungsspielraum ermögliche es ihnen unter anderem, Direktinvestments zu tätigen, ausländische Niederlassungen zu eröffnen oder ihr eigenes Vergütungsniveau zu bestimmen.

Dennoch nehmen viele Investoren zunehmend direkte Private-Equity-Beteiligungen in den Blick, so ein weiteres Ergebnis des aktuellen Barometers. Demnach wollen etwa zwei Drittel der Investoren in den kommenden zwei bis drei Jahren entsprechende Investment-Spezialisten engagieren, die über entsprechende Kompetenzen und Erfahrungen in diesem Bereich verfügen.

Zudem wollen viele Investoren laut Studie vor allem ihre Marktpositionen in den Schwellenländern weiter ausbauen. Demnach werde der Anteil der Limited Partners, die mit mehr als einem Zehntel ihrer Private-Equity-Investments in Schwellenmärkten engagiert sind, in den kommenden drei bis vier Jahren von derzeit 27 auf 44 Prozent steigen.

“Der relativ neue Trend zu Co-Investments und direkten Beteiligungen bei Limited Partnern hält an”, sagt Michael Schad, Partner bei Coller Capital, mit Blick auf den deutschsprachigen Markt. “Die Branche sieht sich jedoch selbstkritisch und plant deswegen folgerichtig, in den nächsten Jahren verstärkt Personal für diese Bereiche einzustellen” (siehe DOSSIER). (vwh/td)

Bildquelle: Andreas Harmsdorf / pixelio.de

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