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Lloyd’s-Lizenzen erleichtern Marktzutritt

22.01.2014 – lloyds-houseWer rasch einen neuen Versicherer mit 50 oder 100 Mio. Pfund Jahresprämie, einem bereits organisierten Backoffice, einem S&P A+-Rating sowie Lizenzen in Dutzenden von Ländern gründen möchte, für den kommt eine neue Lloyd’s Operation in Betracht. Drei derartige Neugründungen hat Lloyd’s zu Beginn des Zeichnungsjahres 2014 auf den Weg gebracht.

Es handelt sich dabei um die Syndikate Acappella Syndicate 2014, Axis Syndicate 1686 und das Syndicate 1729 (siehe Tabelle). In Betracht kommt sowohl das Zeichnen von frei im Markt verfügbarem Maklergeschäft, die Rekrutierung eines eigenen Netzes von Geschäft bringenden Zeichnungsagenten als auch das Einbringen von produziertem Geschäft der eigenen Gruppe.

Meist gibt es anfänglich eine klare Trennung zwischen den Kapitalgebern und den Betreibern der Gesellschaften. In der Regel gestattet Lloyd’s neuen Kapitalgebern, nicht gleich selbst die eigenen Geschäfte zu betreiben. Zu groß ist die Angst für gewagte Geschäfte neuer Underwriter, durch Zahlungen aus dem Central Fund geradestehen zu müssen. Stattdessen müssen die Neulinge eine etablierte Gesellschaft mit dem Underwriting betrauen, von der sie sich dann nach einigen Jahren der Bewährung im Wege der Errichtung eines integrierten Syndikats, das heißt Underwriting auch in den Händen der Kapitalgeber, emanzipieren dürfen.

Lloyd’s befürchtet nämlich, dass neue Syndikate sich ihren Marktanteil durch allzu wagemutiges Underwriting erkaufen könnten. Tatsächlich sind meist die Ergebnisse neuer Syndikate um etwa zwei Prozentpunkte schlechter als die etablierter. Dies mag an einer Anti-Selektion von Geschäft liegen. Weitere Gründe sind, dass neue Syndikate noch wenig an technischen Rückstellungen aufweisen und ihnen die Besserabwicklung der in früheren Jahren großzügig dotierten Rückstellungen fehlt. (cpt)

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Bild: Das Stammhaus von Lloyd’s of London fasziniert mit ungewöhnlicher Architektur, das Geschäftsmodell ebenfalls. (Quelle: vvw)

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