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Lloyd’s: Europäer aus Geschäftsinteresse

02.06.2014 – Sean_Mc_GovernGroßbritanniens Premier David Cameron droht mit EU-Austritt oder zumindest mit einer Abstimmung darüber. Sean McGovern, seines Zeichens Direktor für Risikomanagement und Leiter der Rechtsabteilung bei Lloyd’s in London, sieht den Verbleib in der europäischen Staatengemeinschaft für die Geschäfte existenziell.

15 Prozent des gesamten Umsatzes generiere man innerhalb der EU. “Dies sollte bei möglichen Entscheidungen keineswegs unbedacht bleiben”, sagt McGovern im firmeneigenen Market Magazine. Im Moment könnten Versicherungen und Rückversicherungsgeschäfte in der EU abgeschlossen werden, ohne Regulierungen, die über die britischen hinausgingen. “Wir genießen die Freiheit, jederzeit Niederlassungen in Mitgliedsstaaten eröffnen zu können. Sollte Großbritannien aus dem Staatenbund austreten, wäre dies ohne jeweilige zusätzliche Verhandlungen nicht mehr möglich.

Wenn nun plötzlich Lloyd’s von einem so genannten EU-Drittstaat geführt würde – außerhalb der EU – hätte dies direkte Auswirkungen auf das Geschäft: “Es gäbe keine zentralisierten Prozesse zur Geschäftsabwicklung mehr. Denn jedes Geschäft würde plötzlich Einzel-Lizensierungen unterliegen, was individuelle Arrangements und Verhandlungen mit den einzelnen Mitgliedstaaten nach sich ziehen würde.”

Sich darauf anzupassen, könnte für Lloyd’s existenzbedrohende Auswirkungen haben. McGovern: “Mann kann sich vorstellen, dass Makler und deren Kunden in der Zwischenzeit andere Wege gefunden haben werden.” (vwh)

Foto: Sean McGovern, Direktor für Risikomanagement und Leiter der Rechtsabteilung, plädiert für den Verbleib der Briten in der EU, aus reinem Geschäftsinteresse. (Quelle: Lloyd’s)

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