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Lippische leidet unter Stürmen

19.05.2016 – Die Lippische Landesbrand hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 3,5 Mio. Euro erlitten. Grund dafür sind die Schäden aus dem Sturm Niklas und Abschreibungen auf Kapitalanlagen. Die Eigenkapitalquote der zur Provinzial Rheinland gehörenden Lokal-Gesellschaft sank auf 58,3 Prozent der Beitragseinnahmen.

Die Lippische Landesbrand hat ein schwieriges Geschäftsjahr hinter sich, in dem sie gleich drei größere Probleme schultern musste. Zum einen kam es in der Wohngebäudeversicherung durch den Sturm Niklas zu einer hohen Schadenbelastung. Die zweitgrößte Sparte des öffentlich-rechtlichen Versicherers schloss mit einem versicherungstechnischen Verlust von knapp fünf Mio. Euro. Anders als in anderen Sparten bekam die Lippische kaum Unterstützung aus der Rückversicherung. Im Saldo zahlte sie 1,1 Mio. Euro mehr an die Rückversicherer, als sie von ihnen bekam. Hinzu kam ein Feuergroßschaden, der aber durch Rückversicherung abgedeckt war. Im Saldo stützten die Rückversicherer die Lippische mit knapp 5,2 Mio. Euro.

Für eigene Rechnung blieb immer noch eine Schadenquote von 80,6 Prozent der verdienten Beiträge, das ist der zweithöchste Wert in den vergangenen zehn Jahren. Zudem sanken die Abwicklungsgewinne auf 12,6 Prozent der Eingangsrückstellung.

Zu allem Unglück bekam der öffentlich-rechtliche Versicherer aus Detmold im vergangenen Jahr so gut wie keine Unterstützung aus den Kapitalanlagen. Die laufenden Erträge sanken von 4,3 auf 3,1 Mio. Euro. Dieses Ergebnis wurde zudem durch Abschreibungen auf Immobilien (1 Mio. Euro), Darlehen (0,7 Mio. Euro), Investmentfonds (0,2 Mio. Euro) und verbundene Unternehmen geschmälert. Unterm Strich sank die Nettoverzinsung von 4,4 auf 0,6 Prozent. In der Summe blieb ein Kapitalanlageergebnis von einer Mio. Euro. In diesem Jahr wird die Nettoverzinsung nur unwesentlich steigen, heißt es in dem Geschäftsbericht. Die Beitragssteigerungen der vergangenen Jahre wird sich wohl verlangsamen. Doch der Schadenverlauf war bislang gut. “Für das Jahr 2016 und auch danach ist mit positiven Jahresergebnissen zu rechnen”, schreibt die Lippische in ihrem Geschäftsbericht. (ba)

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