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Leben- und Sachgeschäft stützen Allianz-Ergebnis

15.08.2014 – markus-riess-150Jeder zweite neu verdiente Euro in der privaten Altersvorsorge stammt bei Allianz Deutschland aus einem Vertrag mit neuen Garantien. Klassische Lebenpolicen steuern im zweiten Quartal nur noch 45 Prozent zum Neugeschäft bei. In der Sachsparte profitiert der Versicherer von geringerem Aufwand durch Elementarschäden. An den gesetzten Zielen für die Sachversicherung hält Vorstandschef Markus Rieß fest.

Allianz Deutschland hat im ersten Halbjahr mit 17,1 Mrd. Euro ein Umsatzplus von neun Prozent erwirtschaftet. Das operative Ergebnis kletterte von 0,8 auf 1,3 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

In der Lebensversicherung steigerte der Versicherer eigenen Angaben zufolge seine Beitragseinnahmen auf 9,4 Mrd. Euro. Das waren 15,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Vor allem das Geschäft gegen Einmalbeiträge legte zu: ein Plus von 35,8 Prozent auf 4,8 Mrd. Euro. Stabil blieb das Geschäft gegen laufende Beiträge. Hier verzeichnete Allianz Deutschland ein Plus von 0,3 Prozent auf 4,6 Mrd. Euro.

In den ersten sechs Monaten des Jahres stammte jeder zweite neu verdiente Euro (52 Prozent) in der privaten Altersvorsorge aus einem Vertrag mit neuen Garantien, im zweiten Quartal waren es 55 Prozent des Neugeschäfts, teilt das Unternehmen mit. Großen Anteil daran hat das Vorsorgekonzept „Perspektive“, von dem Allianz etwa 50.000 Verträge seit dem Start im Juli verkauft hat, allein in diesem Jahr waren es 30.000. Bei diesem Produkt garantiert Allianz nur noch den Erhalt der eingezahlten Beiträge und verspricht dafür etwas mehr Rendite.

Einen Rückgang bei den Beitragseinnahmen gab es in der Krankenversicherung. Aufgrund „technischer Effekte“ sanken diese von 1,7 auf 1,6 Mrd. Euro. Ausschlaggebend waren Unternehmensangaben zufolge „die für viele Kunden sinkenden Beiträge der Allianz Private Kranken“ und „die Einführung des Notlagentarifs” im vergangenen Jahr. Zum Ende des ersten Halbjahres waren 2,6 Millionen Personen bei der Allianz krankenversichert, 21.000 Personen mehr als im Vorjahr.

In der Sparte Schaden und Unfall stiegen die Beitragseinnahmen um 3,6 Prozent auf 5,9 Mrd. Euro. Unternehmensangaben zufolge trugen vor allem das Firmengeschäft und die Kraftfahrtversicherung dazu bei. Der Aufwand für Schäden sank von 2,8 auf 2,5 Mrd. Euro. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote verbesserte sich von 101,1 auf 91,3 Prozent.

Mit Blick auf das laufende Jahr gibt sich Rieß optimistisch, dass die Ziele des „Zukunftsprogramms Sachversicherung“ erreicht werden, „vorausgesetzt, dass wir von größeren Naturkatastrophen und Großschäden im laufenden Jahr verschont bleiben. Das Programm sieht vor, dass in der Schaden- und Unfallversicherung bis Ende 2014 ein Umsatz von 9,5 Mrd. Euro erreicht wird. Zudem strebt das Unternehmen eine Kostenquote von 26 Prozent und eine kombinierte Schaden-/Kostenquote von 95 Prozent an. (vwh)

Foto: Markus Rieß, Vorstandsvorsitzender von Allianz Deutschland (Quelle: Allianz)

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