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Leben-Geschäft setzt Allianz Deutschland zu

17.08.2015 – Flaggen-AllianzUmbrüche im Lebensversicherungsgeschäft lassen den Gewinn der Allianz Deutschland AG um sieben Prozent auf 1,2 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2015 sinken. Die hohe Nachfrage nach Leben-Produkten mit neuen Garantien zeige indes die Wende an,  lautet die Bewertung von Manfred Knof, dem Vorstandsvorsitzenden der Allianz Deutschland.

Nach der global tätigen Muttergesellschaft Allianz SE hat auch die Tochtergesellschaft Allianz Deutschland AG die Halbzeit-Bilanz für das erste Halbjahr 2015 am Freitag vorgelegt. Der Umsatz sank um 2,8 Prozent auf 16,6 (1. Halbjahr 2014: 17,1) Mrd. Euro. Das operative Ergebnis schrumpfte um 6,9 Prozent auf 1,2 (1,3) Mrd. Euro. Dies sei auf eine Verschiebung des Neugeschäftes in der Lebensversicherung von Einmalbeiträgen zu laufenden Beiträgen zurückzuführen, teilte die Deutschland-Tochter von Europas größtem Versicherer mit.

“Mit dem Ausbau der Digitalisierungsaktivitäten, einem neuen Produkt in der Lebensversicherung und unseren Effizienzmaßnahmen im Vertrieb sehen wir uns gut gerüstet, den wirtschaftlichen Erfolgskurs des Unternehmens fortzusetzen”, sagt der Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland AG Manfred Knof, der April das Ruder von Markus Rieß übernommen hat. Eine Gewinnprognose wollte der neue Allianz Leben-Chef nicht abgeben. Der Umsatz 2015 werde voraussichtlich unter dem Vorjahresniveau liegen (siehe KÖPFE).

In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die Beitragseinnahmen um 1,7 Prozent auf 6,0 (5,9) Mrd. Euro. Die Neu- und Mehrbeiträge in der Schaden- und Unfallversicherung nahmen insgesamt um 1,2 Prozent auf 685 (677) Mio. Euro zu. In der Krankenversicherung lagen die Beitragseinnahmen mit 1,6 (1,6) Mrd. Euro leicht über Vorjahresniveau (+0,5 Prozent). Die Neubeiträge konnten in der Vollversicherung zulegen und stiegen insgesamt um 1,7 Prozent auf 
32 (31) Mio. Euro. Zudem scheinen sich die Investitionen in die Digitalisierung auszubezahlen. Ende Juni hatten sich mehr als 40.000 Nutzer die erweiterte Rechnungs-App der Allianz Privaten Krankenversicherung registriert.

Durch das Sturmereignis “Mike/Niklas” Ende März stieg der Aufwand für Schäden von 2,5 auf 2,6 Mrd. Euro. Hatte die Allianz Deutschland im Vorjahreshalbjahr für Elementarschäden nur einen Aufwand von 101 Mio. Euro nach Rückversicherung zu verbuchen, so fielen im ersten Halbjahr dieses Jahres 186 Mio. Euro an. Dadurch stieg die Schaden-/Kostenquote von 91,3 Prozent im Vorjahr auf 92,1 Prozent.

In der Lebensversicherung sanken die Beitragseinnahmen zuletzt um sechs Prozent auf 8,9 (9,4) Mrd. Euro, was die Allianz damit begründete, dass sich das Neugeschäft von Einmalbeiträgen hin zu laufenden Beiträgen verschiebt. Die Neu- und Mehrbeiträge sanken um 12 Prozent auf 4,5 (5,2) Mrd. Euro. In der privaten Altersvorsorge machten Produkte mit neuen Garantien einen Anteil von 63 (52) Prozent aus. Auch im Firmengeschäft der Allianz Vertreter stieg der Neugeschäftsanteil. Produkte mit neuen Garantien machen dort 43 Prozent des Geschäfts aus, nach 24 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Die verwalteten Kapitalanlagen wuchsen zum 30. Juni 2015 um 1,0 Prozent auf 273 (271 am 31.12.2014) Mrd. Euro. Das Kapitalanlagenergebnis legte um 30 Prozent auf 7,6 (1. Halbjahr 2014: 5,9) Mrd. Euro zu, was laut Pressemitteilung auf höhere Gewinnrealisierungen zurückzuführen sei. (vwh/dg)

Link: Allianz verzeichnet Boom bei Perspektive-Verträgen (Tagesreport vom 12.08.2015)

Bildquelle: Allianz

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