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Kritische Infrastrukturen: Teamarbeit von Versicherern und Regierungen gefragt

18.05.2015 – Milroy_XL Alan Milroy, von XL Catlin, fordert einen Risiko-Dialog von Versicherern, Staaten und Wirtschaft, um die Resilienz im Großschadenfall zu erhöhen. Er begrüßt eine EU-Initiative, die im Nachgang von Fukushima einen Stresstest für kritische Infrastrukturen erarbeiten will.

Die weniger wahrscheinlichen aber dafür heftigen – low probability, high impact (LP-Hi) – Ereignisse nehmen zu. “Das Thema der Auswirkungen von derartigen Katastrophen ist nicht neu”, sagt Alan Milroy, Experte von XL Catlin. “Klimaveränderungen haben dazu geführt, dass 300- oder 500-Jährige Ereignisse jetzt alle 100 Jahre oder noch häufiger zu beobachten sind.”

Daher begrüßt er es auch, dass ein internationales Expertenteam um den Seismologen Domenico Giardini für die EU einen Stresstest für kritische Infrastrukturen wie Atomkraftwerke erarbeitet.

Für Versicherer gelte es, Risiken nicht in Silos zu analysieren, sondern die verschiedenen Daten zu verknüpfen, sagt er in seinem Beitrag auf dem Unternehmensportal Fast Fast Forward. Auch streng vertrauliche – anonymisierte – Unternehmensdaten fließen hier in die Betrachtung von Risikoingenieuren ein.

Gegebenenfalls könnten Versicherer mit ihren wertvollen Erkenntnissen Unternehmen und Regierungen mit Wissen versorgen. Kosteneinsparungen beim Bau in Hochrisikogebieten könnten fatal sein. Todesopfer, Reputationsschäden oder unterbrochene Lieferketten könnten verhindert werden, wenn angesichts möglicher kritischer Infrastrukturen wie Staudämme, Atomkraftwerke oder Chemiefabriken entsprechende Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld getroffen werden könnten.

Bereits in der Gesetzgebung könnten so Vorkehrungen getroffen werden, unzählige Leben zu retten und negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft zu verhindern (vwh/ku)

Bild: Alan Milroy, Experte von XL Catlin. (Quelle: XL Catlin)

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