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Komplexes Underwriting in der Kunstversicherung

19.11.2014 – AXA_ART_Dirk_HeinrichHöhepunkte aus den Jahrhunderten der Kunst- und Designgeschichte verspricht die heute beginnende Cologne Fine Art. Der Axa Art, Partner der Kunstmesse, bietet diese eine interdisziplinäre Plattform zum Networking. Globalisierung und zunehmender Wettbewerbsdruck verändern die Rahmenbedingungen für Kunstversicherer, wie Dirk Heinrich, Managing Director Deutschland/Österreich bei Axa Art, im Interview mit VWheute erläutert.

VWheute: Was sind die aktuellen Trends und Entwicklungen am Kunstversicherungsmarkt?

Dirk Heinrich: Eine der wesentlichen Entwicklung am Kunstversicherungsmarkt ist die zunehmende Wettbewerbsintensität. In den letzten Jahren haben mehrere Sachversicherer ihr Betätigungsfeld auf die Kunstversicherung ausgedehnt und versuchen Marktanteile zu gewinnen. Wir beobachten dies genau, sehen uns mit unserer mehr als 50-jährigen Markterfahrung aber mehr als gut vorbereitet. Vor allem legen die Kunden in der Kunstversicherung nach wie vor großen Wert auf die Kompetenz und Beratungsleistung des Versicherers.

Eine zweite Entwicklung stellt der immer häufiger geforderte Einschluss von weiteren Risiken dar. Wir nennen dies Passion Assets. Die Versicherungswerte alleine dieser Risiken können schnell im ein- oder zweistelligen Millionenbereich liegen. Zunehmend befinden sich Teile des Risikos auch im außereuropäischen Ausland. Da darf man keine Angst vor hohen Versicherungssummen haben, sondern muss mit überzeugenden weltweiten Konzepten schnelle Lösungen anbieten können.

Was sind die größten Risiken und Herausforderungen bei der Absicherung von Kunstobjekten und Sammlungen?

Die größte Herausforderung in der Kunstversicherung ist immer noch ein gutes Underwriting. Die Situation des einzelnen Kunden ist sehr unterschiedlich und es gibt zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen um das individuelle Risiko einschätzen und gegebenenfalls auch minimieren zu können. Hierzu benötigt man Spezialwissen über Kunst, Materialien, die logistischen Abläufe von Kunsttransporten, Kunstlager und sehr viel Erfahrung. Macht man hier Fehler kann dies schnell sehr teuer werden, z.B. weil vermeidbare Risiken nicht erkannt wurden. Sammlungen sind eben etwas anderes als der gewöhnliche Pkw vor der Haustüre.

Welche besonderen Herausforderungen stellt eine Kunstmesse wie die Cologne Fine Art an die Kunstversicherer?

Kunstmessen sind immer etwas Besonderes, weil es hier für einen kurzen Zeitraum zu einer hohen Werteakkumulation kommt und eine Messe in sehr kurzer Zeit auf- und abgebaut wird. Es wird also viel Kunst transportiert und bewegt. Oftmals ändern Galerien auch noch kurzfristig ihr geplantes Programm für die Messe und wollen natürlich Sicherheit haben, dass alle Werke Versicherungsschutz haben.

Die Fragen stellte VWheute-Redakteurin Julia Kolhagen.

Foto: Axa Art Managing Director Dirk Heinrich: “Keine Angst vor hohen Versicherungssummen.” (Quelle: Axa Art)

Link: Die Cologne Fine Art gehört zu den traditionsreichsten Kunstmessen der Welt.

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