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Klimawandel: Flutwarnung für Megacities

11.12.2015 – Sturm_Rainer Sturm_pixelioStädte an den Küstenstreifen sind laut einer gemeinsamen Studie von Weltbank und OECD zunehmend der Gefahr von lebensbedrohenden und kostspieligen Überschwemmungen ausgesetzt. Die Gründe liegen laut Experten vor allem im Klimawandel, einer raschen Verstädterung und der Landabsenkung. Für die Versicherer sind dadurch völlig neue Risiken entstanden.

“Häufigkeit und Intensität klimatischer Ereignisse haben in den letzten 50 Jahren weltweit zugenommen – und gleichzeitig die Konzentration der versicherten Werte. Dazu kommt, dass die Expansion der Infrastruktur nicht mit den steigenden Bedürfnissen der Bevölkerung Schritt halten kann. Dieses Missverhältnis macht die Städte extrem anfällig für Naturkatastrophen, insbesondere in Asien”, sagt Axel Theis, Vorstandsmitglied der Allianz SE.

Demnach seien bereits jetzt vor allem Städte wie Peking, Delhi, Jakarta, Manila, Mumbai, Shanghai und Taipei alle hochwasser- und wirbelsturmgefährdet. Dabei sei das Risiko für Überschwemmungen und tropische Wirbelstürme in Asien verglichen mit den USA bereits jetzt 62 bzw. 40 Mal höher. So laufe Asien bereits jetzt Gefahr, noch größere Verluste bei Naturkatastrophen zu erleiden, schätzen die Allianz-Experten. Gleichzeitig sei der Versicherungsschutz gegen Risiken aus Naturkatastrophen immer noch lückenhaft.

So zeige die Überschwemmung in Bangkok im Jahr 2011 mit Schäden von 45 Milliarden Dollar, dass die Kumulrisiken exponentiell steigen, prognostizieren die Experten der Allianz. Gleichzeitig fallen “versteckte Risiken” wie Betriebsunterbrechungsschäden immer stärker ins Gewicht. “Um mit der rasant zunehmenden Risikokonzentration Schritt zu halten, nutzen wir modernste Technologien und Modelle. Mittels Satellitentechnologie und 3D-Imaging beispielsweise können wir Risiken passgenau – bis auf die Ebene einzelner Gebäude – verorten”, erklärt Theis. “Doch das beste mathematische Modell der Welt wird nur dann funktionieren, wenn die verwendeten Daten korrekt sind und das Risiko eindeutig identifizierbar ist, ergänzt der Allianz-Vorstand. (vwh/td)

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

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