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Katastrophen kosten Versicherer etwa 32 Mrd. US-Dollar

21.12.2015 – Erdbeben_Helga Doerk_pixelio.deDie Natur- und man-made-Katastrophen haben im Jahr 2016 einen gesamtwirtschaftlichen Schaden von etwa 85 Mrd. US-Dollar verursacht. Im Vergleich zum Vorjahr (2014: 113 Mrd. US-Dollar) entspricht dies einem Rückgang von 24 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommen vorläufige Sigma-Schätzungen des Rückversicherers Swiss Re. Mehr als 26.000 Menschen kamen durch Naturkatastrophen ums Leben, doppelt so viele wie im Vorjahr.

Den voraussichtlich größten Versicherungsschaden des Jahres mit mindestens zwei Mrd. Dollar stellen laut Swiss Re die Explosionen in der chinesischen Hafenstadt Tianjin dar, dem bislang höchsten man-made-Versicherungsschaden aller Zeiten in Asien. Insgesamt belaufen sich die gesamtwirtschaftschaftlichen Schäden aus man-made-Katastrophen im vergangenen Jahr auf etwa elf Mrd. Dollar, konstatiert der Rückversicherer. Den Gesamtversicherungsschaden aus man-made-Katastrophen schätzten die Experten auf etwa neun Mrd. Dollar (2014: sieben Mrd. Dollar).

Die von Naturkatastrophen verursachten Schäden in 2015 beziffert die Swiss Re auf etwa 74 Mrd. Dollar. Dabei verzeichnete der Rückversicherer nach eigenen Angaben mehrere schwerwiegende Natuskatastrophen – darunter Stürme, Hurrikane, Erdbeben, Überschwemmungen und Waldbrände. Den größten Schaden aus Naturkatastrophen verursachte ein Wintersturm in den USA im Februar diesen Jahres mit einem Gesamtversicherungsschaden von mehr als zwei Mrd. US-Dollar.

Den bis dato größten wirtschaftlichen Schaden verursachte das schwere Erdbeben in Nepal mit mehr als sechs Mrd. Dollar. Rund 500.000 Häuser wurden durch das Beben zerstört, etwa 9.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Bedingt durch die geringe Versicherungsdurchdringung sind hier allerdings nbur etwa 160 Mio. Dollar versichert.

Insgesamt verzeichnete die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) für 2015 das bislang wärmste Jahr seit Erfassung der Wetterdaten. Dabei haben laut Swiss Re außergewöhnlich hohe Temeperaturen und geringe Niederschlagsmengen in vielen Regionen der Welt zu Dürren, Waldbränden und Hitzewellen geführt. Allein im Sommer sind in Indien, Pakistan, Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten mehr als 5.000 Menschen aufgrund extremer Hitzewelle gestorben.

Allein in Indien und Pakistan erreichten die Temperaturen im Mai und Juni Werte von mehr als 48 Grad – den höchsten Temperaturen seit 1995 – mit mehr als 3.000 Todesopfern. “2015 war ein Jahr zahlreicher Katastrophen, die bedauerlicherweise eine hohe Zahl von Opfern gefordert haben”, sagt Kurt Karl, Chefökonom bei Swiss Re. “Insgesamt waren die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Ereignisse für die betroffenen Regionen verheerend. Meistens sind diese Gegenden am schlechtesten ausgestattet und verfügen über eine sehr geringe Versicherungsdurchdringung”, ergänzt der Experte. (vwh/td)

Bildquelle: Helga-Doerk / pixelio.de

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