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Jahr Eins nach der Krise: ADAC zeigt sich stabil

18.06.2015 – ADAC_ReiseruecktrittDas Krisenjahr nach dem Skandal um den Gelben Engel hat der ADAC mit minimalen Kratzern überstanden. Man verzeichnet einen leichten Rückgang um 0,1 Prozent auf 18,92 Mio. Mitglieder. Beitragserhöhungen und neue Modelle sorgten aber für stabile Beiträge des Vereins. Die Tochtergesellschaften erzielten mehr als eine Mrd. Euro Umsatz. Mit 728 Mio. Euro tragen hier die Versicherungsbeiträge einen wesentlichen Anteil.

“Das Geschäftsjahr verlief trotz der tiefgreifenden Neuausrichtung des ADAC insgesamt positiv”, lautet die Analyse von Marion Ebentheuer, Geschäftsführerin für den Bereich Versicherung. Zum Jahresergebnis der GmbH, in der die Tochtergesellschaften zusammengefasst sind, steuern die ADAC Versicherungen mehr als 80 Prozent bei, “wenngleich auch die Bestandsentwicklung der Versicherungen im Vorjahresvergleich mehr Abgänge und weniger Zugänge in fast allen Sparten verzeichnete. Die Versicherungsbeiträge stiegen konsolidiert von 708,1 auf 728,4 Mio. Euro.”

Großen Anteil daran hat laut Ebentheuer die ADAC-Schutzbrief Versicherungs-AG, insbesondere die ADAC Plus-Mitgliedschaft. “Der ADAC Auslandskrankenschutz stabilisierte mit 5,2 Mio. Versicherten seine Position als Marktführer.”

Die ADAC-Rechtsschutz-Versicherungs-AG hat in einem hart umkämpften Wettbewerb leicht an Bestand verloren. Dennoch bleibe die Gesellschaft – nach Verträgen gezählt – zweitgrößter Rechtsschutzversicherer Deutschlands.

ADAC Versicherungen

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Grafik: Versicherungsbeiträge der Sparten nach Konsolidierung. (Quelle: ADAC)

“Insofern haben die Mitglieder dem ADAC auch in seinen Versicherungssparten die Treue gehalten, was durchaus auch für die Qualität unserer Produkte spricht (siehe DOSSIER). Der Auslandskrankenschutz beispielsweise bietet neben der Übernahme von teilweise sehr kostenintensiven Krankenhaus- und Arztkosten den weltweiten Krankenrücktransport. Eine wichtige Leistung für unsere Mitglieder, die sich gerade in schwierigen Lebenssituationen auf das Know-how und die tätige Hilfe des ADAC verlassen können”, stellt Ebentheuer fest.

Im Rahmen der Konsolidierung will sich die ADAC-Versicherung vom luxemburgischen Versicherer Arisa trennen, der laut Ebentheuer unter zehn Prozent zum Geschäft der Versicherungsgruppe beiträgt.

Die hundertprozentige Tochter der beiden Versicherungsgesellschaften hat ihren Schwerpunkt  derzeit zum einen auf dem Privatkundengeschäft in der Kraftfahrtversicherung. Zum anderen bietet die Gesellschaft insbesondere Assistance Versicherungen für gewerbliche Kunden wie Automobilherstellern und Leasinggebern an.

Das Gesamtunternehmen, das sich ebenfalls im Umbau befindet, sieht sich bei den Reformen laut dpa im Zeitplan. Die Umstrukturierung erfordere viel Sorgfalt. “Trotzdem wollen wir diesen Prozess bis Ende dieses Jahres abschließen”, wird ADAC-Präsident August Markl zitiert. (vwh/ku)

Bildquelle: ADAC

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