Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Italien und Rumänien belasten Bilanz der Vienna Insurance Group

11.04.2014 – viennainsurancegrouplogoDie Vienna Insurance Group (VIG) hat ihren starken Gewinnrückgang im Vorjahr wegen der Probleme auf den Märkten in Rumänien und Italien bestätigt. Nach endgültigen Zahlen schrumpfte der Vorsteuergewinn auf 355 Mio. Euro, und der Nettogewinn sank auf 235 Mio. Euro, wobei die 2012er Zahlen angepasst wurden. Dennoch soll die Dividende wie schon bekannt auf 1,30 Euro je Aktie steigen.

Im Geschäftsjahr 2013 erreichte der Konzern Vienna Insurance Group verrechnete, konsolidierte Prämien von 9,2 Mrd. Euro. Die gezielte Reduktion des kurzfristigen Einmalerlagsgeschäfts in Polen, die Zurücknahme des Kfz-Geschäfts in Italien sowie Währungseffekte (vor allem durch die Abwertung der Tschechischen Krone) führten zu einem Rückgang bei den Prämien von 4,4 Prozent. Ohne diese Effekte erzielte die Vienna Insurance Group ein solides operatives Prämienwachstum von 2,8 Prozent. In der Schaden-/Unfallversicherung verringerten sich die Prämien um 1,2 Prozent. Ohne die bereits erwähnten Sondereffekte ergibt sich ein Plus von 1,6 Prozent.

Eine erfreuliche Performance gelang der Vienna Insurance Group in den Nicht-Kfz-Sparten mit einem Plus von rund fünf Prozent. Die höhere Nachfrage in diesem Bereich verdeutlicht das langfristige Potential für moderne Versicherungsprodukte in den CEE-Märkten. Die Konzerngesellschaften der Vienna Insurance Group nutzten dies durch verstärkte Vertriebsmaßnahmen, um damit die weitere Diversifizierung und Risikostreuung der Portfolios voranzutreiben. In der Lebensversicherung erzielte die Vienna Insurance Group, bereinigt um die Rücknahme des kurzfristigen Einmalerlagsgeschäfts in Polen sowie Wechselkurseffekte, ein operatives Plus von 4,3 Prozent. Der ausgewiesene Rückgang bei den Prämien von 8,3 Prozent resultiert aus den angeführten Effekten.

Die herausfordernden Bedingungen insbesondere auf dem rumänischen Markt sowie die Entwicklung in Italien haben das Management des Konzerns dazu veranlasst, Firmenwertberichtigungen durchzuführen sowie zusätzliche Vorsorgen zu treffen, die im Berichtsjahr den operativen Gewinn massiv belasten. Dies führte zu einem Konzerngewinn (vor Steuern) von 355,1 Mio. Euro (-37,0 Prozent). Das Ergebnis des Konzerns – bereinigt um diese Sondereffekte – beläuft sich auf rund 570 Mio. Euro. Diese außerordentlichen Maßnahmen führten auch zur Erhöhung der Combined Ratio auf 100,6 Prozent. Das Finanzergebnis des Konzerns blieb stabil bei rund 1,2 Mrd. Euro. Die Kapitalanlagen der Vienna Insurance Group (einschließlich der liquiden Mittel) erreichten knapp 30 Mrd. Euro (Stichtag 31. Dezember 2013).

Die Ausfälle haben indes laut Standart.at  bereits zu personellen Konsequenzen geführt. Der Ex-Chef der rumänischen Aufsicht werde jetzt selbst beaufsichtigt, erklärte VIG-Chef Peter Hagen der Presse – er sei in Haft.

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten