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Industrialisierung der Prozesse in der Informationsversorgung

17.06.2015 – Wetzel_alteleipzigerMit Self Service Business Intelligence, kurz Self Service BI, will auch die Alte Leipziger eine unnötige Informationsflut vermeiden. Auch in Zukunft wird der Umsetzungsprozess das Unternehmen dauerhaft begleiten, erklärt Stefan Wetzel, Bereichsleiter Aktuariat & Berichtswesen, die Eigenheiten und den strategischen Mehrwert eines standardisierten und automatisierten Berichtswesens.

VWheute: Was charakterisiert Self Service Business Intelligence mit speziellem Blick auf Versicherungsunternehmen?

Stefan Wetzel: Self Service Business Intelligence bedeutet, auf Knopfdruck notwendige Informationen für alle Anwender verfügbar zu machen. Berichte und Analysen können selbstständig im System abgeholt werden – wie in einem Selbstbedienungsladen. Das Versenden von Reports und Daten wie früher kann weitgehend entfallen. Um das zu erreichen, muss die Informationsversorgung in hohem Maße standardisiert und automatisiert werden. Dieses Organisationsprinzip ist nicht spezifisch für Versicherungsunternehmen.
Spezifisch sind die Vielzahl der fachlichen Themen und Blickwinkeln. Wir haben in unserer Data Warehouse & Business Intelligence-Lösung Vespa – ein Akronym für „Vetrieb- und
Sparten-Analyse“ – eine Plattform für Top-Management, Vertrieb, Controlling, Aktuariat bis hin zur Sachbearbeitung realisiert. Dabei werden Daten über Kunden, Verträge, Produktion, Versicherungsleistungen und vieles mehr integriert dargestellt und auf Knopfdruck für die Anwender verfügbar gemacht.

VWheute: Wo liegen die strategischen Mehrwerte für die Alte Leipziger?

Stefan Wetzel: Der Selbstbedienungsansatz in Vespa industrialisiert unsere Prozesse der Informationsversorgung. Das Wissen ist auf Knopfdruck für jeden, der es gebraucht, verfügbar. Eine unnötige Informationsflut oder Datenverteilungen, zum Beispiel per Mail sind dadurch zum großen Teil überflüssig geworden. Auch die Belange des Datenschutzes an die auszuwertenden Daten lassen sich mit einem solchen System zentral steuern.

VWheute: Wie lange dauert(e) die Implementierung bis die Arbeitsumgebung stand und welche zentralen Herausforderungen waren zu meistern?

Stefan Wetzel: Wir verstehen Data Warehousing & Business Intelligence als einen Prozess, der uns auch in Zukunft dauerhaft begleiten wird. Das Projekt zur Fertigstellung der Plattform hat vier Jahre gedauert. Dabei war die größte Herausforderung, die alte Informationsversorgung mit Projektabschluss vollständig abzulösen. Durch die neue Anwendung wurden aber auch gewohnte Informationswege überflüssig und folgerichtig abgeschnitten. In diesem Change-Prozess mussten alle Anwender für das neue System Vespa gewonnen werden.

Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Rafael Kurz.

Bild: Stefan Wetzel, Bereichsleiter Aktuariat & Berichtswesen, spricht heute beim IBM Big Data & Analytics Forum in Bonn.

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