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“Ihr nennt es Nische. Wir nennen es: Positionierung!”

08.08.2016 – David Zahn - quelle i-financeExklusiv-Kommentar von i-finance-Geschäftsführer David Zahn zum Vorwurf, dass Insurtechs ihre eingesammelten Gelder zum Fenster rauswerfen. “Insurtechs bauen mal eben den besten Riester-Fondssparplan from the scratch oder evolutionieren den Annexvertrieb beim Onlineshopping. Im Gegensatz zu Traditionsversicherern haben Insurtechs eine messerscharfe Positionierung, die in einem Satz erklärt wird und auf eine Zielgruppe abzieht.”

Immer wieder lese ich, dass Insurtechs nur in der Nische “Vertragsverwaltung per APP, aka Bestandsräuberei” tätig seien und dafür ungerechtfertigterweise Millionen einsammelten, die sie dann verbrennen.

Längst sind Insurtechs in ganz anderen Themenbereichen tätig. Da werden höchst spezialisierte Versicherungen für “Dinge, die dir wichtig sind” kalkuliert und hunderttausendfach verkauft. Andere bauen mal eben den besten Riester-Fondssparplan from the scratch, evolutionieren den Annexvertrieb beim Onlineshopping, oder revolutionieren die Idee der Selbstbehalte. Insurtechs stehen für schlanke Prozesse und minimale Kosten und tragen sich nur durch Skalierung.

Insurtechs in einem Satz erklärt

Der größte Unterschied aber: Eine knallharte, messerscharfe Positionierung, die in einem Satz erklärt werden kann und auf eine Zielgruppe abzieht:

  • Clark: Du erhältst Überblick über Preise und Leistungen deiner Versicherungen in einer App
  • Schutzklick: Versichere, was dir wichtig ist gegen einen geringen Einmalbeitrag
  • Friendsurance: Geld zurück, wenn du und deine Freunde schadenfrei bleiben
  • Helpling: Reinigungskräfte online buchen, versichert und mit Rechnung

Und die Positionierung von Versicherern? Beratung, Risikoentsorgung, Assistance, Schadenabwicklung, Kapitalanlage, Vertrieb, Vertragsbetreuung, SUH, Biometrie, Altersvorsorge, Pflege, Berufseinsteiger etc…

Das bedeutet nicht, dass die Insurtechs die anderen Themenbereiche nicht bedienen. Die meisten sind Makler und hochgradig interessiert, ihren Kunden zusätzliche Produkte nach Bedarf zu verkaufen. Eine Bestandsapp weiß genau, welche Versicherungen da sind und welche fehlen – und kann diese gezielt anbieten.

i-finance-Positionierung?  Beste Altersvorsorge, einfach, online, provisionsfrei

Wir setzen bereits seit 2013 das englische Modell um. Das bedeutet: Sparprodukte werden ausschließlich über provisionsfreie Nettotarife realisiert. Unsere Vergütung ist dabei immer gleich, egal ob man sich für Fonds oder klassisch, für Rürup- oder Privatrente, für Anbieter X oder Y entscheidet. Dies ermöglicht überhaupt erst interessenskonfliktfreie Beratung, die wir per Chat, Mail und Telefon anbieten. Die Tarife sind provisionsfrei, auch die laufenden Verwaltungskosten sind deutlich geringer als bei Provisionstarifen. Es rechnet sich daher für jeden, vom Unternehmer bis zu Lieschen Müller. Als Markenname dient uns “VorsorgeKampagne”. Wir haben einen Neugeschäftsfokus und versorgen den Kunden im zweiten Schritt mit vollumfänglichem Versicherungsschutz.

Nicht alle werden überleben, aber Investorengelder sind notwendig

Wir selbst hatten eine Minifinanzierung von  167.000 Euro in 2015, sind aber auch nur ein kleines Team. Für die Skalierungswünsche von VC-Investoren sind Millionenbeträge notwendig, um überhaupt erst einmal beim Kunden bekannt zu werden. Ist das schlimm? Amazon hat Jahrzehnte rote Zahlen geschrieben und den Handel aus Kundensicht nachhaltig positiv beeinflusst, ein Innovationstreiber. Natürlich werden nicht alle Insurtechs überleben. Die meisten Entwickler von Technologie werden sich von Versicherungen aufkaufen lassen, so sind Start-Ups eben.

Bild: David Zahn ist Geschäftsführer des Fintechs i-finance (Quelle: i-finance)

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