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Huk Coburg legt bei Ergebnis kräftig zu

15.04.2015 – heitmann_remSpätestens 2018, wenn EU-weit bei allen Neufahrzeugen der Einbau des automatischen Notrufsystems “eCall” verpflichtend vorgeschrieben werden soll, wird die Telematik-Thematik für die Versicherungswirtschaft insgesamt “sehr relevant”. Das konstatierte Vorstandsmitglied Klaus Jürgen Heitmann bei der Vorlage der Bilanz 2014 seines Hauses in München. Dementsprechend beschäftige sich Deutschlands nach Zahl der versicherten Fahrzeuge im Bestand größter Kfz-Versicherer bereits sehr intensiv damit.

Im Berichtsjahr allerdings schaffte es die Huk-Coburg-Gruppe – die ihre Bilanz jetzt wieder nach den Vorgaben des HGB statt nach IFRS erstellt (siehe DOSSIER) – mittlerweile aber auch so, in der Kfz-Versicherung “mit einem Neugeschäft von insgesamt über 1,2 Mio. neuen Verträgen den Vorjahresrekord einzustellen”, wie Vorstandsprecher Wolfgang Weiler mitteilen konnte. Unverändert erfolgreich habe dabei nicht zuletzt die Online-Tochter HUK24 agiert, die knapp ein Viertel dazu beigetragen habe und deren Bestand damit um 8,7 Prozent auf rund 1,7 Mio. versicherte Fahrzeuge angewachsen sei.

Besonders stark trug mit einem Plus von 8,3 Prozent die Vollkasko-Versicherung dazu bei, dass die Beitragseinnahmen in der Kfz-Versicherung insgesamt um 7,8 Prozent auf 3,2 Mrd. Euro zulegten. Einen Bestand von 3,4 Mio. Verträgen habe außerdem inzwischen der Tarif “Kasko Select” erreicht, bei dem die Kunden eine Werkstattbindung akzeptieren, ließ Weiler außerdem wissen und teilte zugleich mit, dass Mitte des Jahres darüber entschieden werde, wie mit dem pilotierten Produkt “Service Select” weiter verfahren werde. Bei diesem neuen Angebot geht es darum, dass die rund 700 freien Partner-Werkstätten des „Kasko-Select“-Netzwerkes mit insgesamt etwa 1.400 Betrieben den Huk-Coburg-Kunden künftig zusätzlich “günstige und hochwertige Service-Leistungen” offerieren.

Auch in der Schaden- und Unfallversicherung des Konzerns insgesamt stiegen die gebuchten Bruttobeiträge deutlich stärker als im Marktdurchschnitt um 7,3 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro und in der Krankenversicherung um 2,6 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Die Rechtsschutzversicherung verbuchte ein Beitragsplus von 5,8 Prozent auf knapp 230 Mio. Euro und die Lebensversicherung einen Zuwachs von 1,4 auf 854 Mio. Euro.

Da die Brutto-Aufwendungen für Versicherungsfälle nicht zuletzt dank deutlich weniger Elementarschäden prozentual nur deutlich schwächer um 2,7 Prozent auf knapp fünf Mrd. Euro zulegten, die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb mit 4,6 Prozent auf 591 Mio. Euro ebenfalls weit unter dem prozentualen Beitragswachstum blieben und das Ergebnis aus Kapitalanlagen um 6,1 Prozent auf 947 Mio. Euro stieg, verbesserte sich nicht nur das versicherungstechnische Ergebnis signifikant um 340,5 Prozent auf 241 Mio. Euro. Unter dem Strich blieben mit 337 Mio. Euro vielmehr auch 106,2 Prozent mehr Jahresüberschuss nach Steuern übrig. (rem)

Bild: Klaus Jürgen Heitmann (Quelle: rem)

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