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Hochwasser: Risikomanagement beginnt mit Prävention

18.08.2014 – ralph-brand-150Die Bundesregierung will in den kommenden zehn Jahren eine Milliarde Euro für Deichsanierungen und neue Überflutungsflächen zur Verfügung stellen. Das kündigte Umweltministerin Barbara Hendricks an. Die Zurich zeigt sich erfreut. Risikomanagement müsse bereits bei der Prävention starten, sagt Ralph Brand, Vorstandschef der Zurich Gruppe Deutschland. Eine Pflichtversicherung sei kein Allheilmittel.

„Wir begrüßen die Entscheidung der Bundesregierung mehr in vorbeugende Maßnahmen des Hochwasserschutzes zu investieren”, so Brand. Noch immer konzentriere man sich nach einer Flut oft nur einseitig auf die Schadenbeseitigung, nicht auf die Prävention. Er fordert eine Erweiterung von Verständnis und Wissen um dieses Risiko. Das beträfe nicht nur den Versicherungsschutz, auch wenn dieser eine zentrale Rolle spiele. Das Risikomanagement müsse bereits in der Prävention starten.

In einer kürzlich vorgestellten Studie zeigt Zurich auf, wie die zunehmende Verstädterung und der Klimawandel Einfluss auf Hochwasserszenarien nehmen. Ein weiteres Ergebnis: In den vergangenen zwei Jahrzehnten sind weltweit neun von zehn US-Dollar in Form von Unterstützung für die Notversorgung, Wiederaufbau und Erneuerung geflossen. Nur ein Dollar wurde dagegen in vorbeugende Maßnahmen investiert.

„Diese Bilanz muss sich ändern“, fordert Brand. Eine Pflichtversicherung sei hier jedoch kein Allheilmittel: “Eine Pflichtversicherung würde eine Scheinsicherheit erzeugen und dringend notwendige vorbeugende Sicherheitsmaßnahmen für Flussläufe und Gebäude erlahmen lassen“, warnt der Vorstandschef.

Seiner Ansicht nach werden „nur integrierte Lösungen langfristig das Ziel eines flexiblen und dauerhaften Hochwasserschutzes erfüllen. Denn auch in dicht besiedeltem Gebiet bringen höhere Deiche und Polder allein nicht den gewünschten Schutz und die nötige Zuverlässigkeit“.

Insgesamt müsse mit Blick in die Zukunft festgehalten werden, dass es nicht darum geht, Fehler der Vergangenheit und unzureichende Schutzniveaus anzupassen. Ziel müsse sein, vorausblickend für die nächsten 50 bis 100 Jahre die Weichen richtig zu stellen, um den Bedarf richtig zu antizipieren und entsprechende Lösungen auszuarbeiten, die auch in Zukunft noch funktionieren können, mahnt Brand. (vwh)

Foto: Ralph Brand ist Vorstandsvorsitzender der Zurich Gruppe Deutschland (Quelle: Zurich)

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