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Riskantes Experiment: Hochspannung unterirdisch

02.10.2014 – Strom_AmprionNetzbetreiber Amprion verlegt im Münsterland die erste Höchstspannungsleitung unter der Erde – die unsichtbare Stromautobahn. Zwischen Meppen und Wesel baut man die Trasse, die ertmals auf Strommasten verzichtet.

Mehrere tausend Kilometer neuer Hochspannungsleitungen braucht es, um Strom vornehmlich aus Offshore-Produktion nach Süden transportieren zu können. Diese wiederum wird möglich durch institutionelle Anleger wie Versicherer (siehe DOSSIER) Hunderte Bürgerinitiativen haben nun mit dem aktuellen Projekt von Amprion Hoffnung geschöpft. Doch die erste große Erdverkabelung in Deutschland ist zunächst laut Welt.de nur ein Experiment. In ganz Europa wurde noch nie Strom mit einer Stärke von 380.000 Volt über eine so lange Strecke unterirdisch transportiert.

“Erdkabel verhalten sich in vielen technischen Aspekten völlig anders als Freileitungen”, sagt Klaus Kleinekorte, Technischer Geschäftsführer des Netzbetreibers Amprion, gegenüber der Welt: “Über Haltbarkeit und langfristige Zuverlässigkeit der Kabel und ihre Wirkungen auf das Stromnetz wissen wir wenig: Wir betreten hier Neuland.”

Der große Aufwand zeigt sich in den Kosten: Während Amprion beim Bau von Freileitungstrassen mit Kosten von 1,4 Millionen Euro pro Kilometer rechnet, soll der Tiefbau mit rund acht Millionen Euro pro Kilometer zu Buche schlagen – ein Preis, der in dicht besiedelten Ballungsräumen noch einmal deutlich höher ausfällt. (vwh)

Bildquelle: Amprion

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