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“Herausforderer machen uns keine große Angst”

14.09.2016 – axel_wssling_allianzDie Insurtechs machen der Allianz “keine große Angst”. “Dennoch beobachten wir die Tech-Szene auch über den Finanzsektor hinaus sehr intensiv”, betont Axel Weßling von der Allianz Leben. Zudem sei das “Versicherungsgeschäft sehr komplex”: Die Start-ups “benötigen Mitarbeiter, die sich mit internationaler Kapitalanlage auskennen, Leute die sich mit der Abwicklung vielerlei Transaktionen beschäftigen und letztlich benötigen sie einen Deckungsstock an Kapital”.

VWheute: Die Lebensversicherung hat in der Vergangenheit angesichts niedriger Zinsen und regulatorischer Vorgaben deutlich an Attraktivität verloren. Welchen Chancen sehen Sie im Zuge der Digitalisierung, die Lebensversicherung  für Kunden als bewährtes Instrument zur Altersvorsorge wieder attraktiv zu machen?

Axel Weßling: Die Lebensversicherung insgesamt hat keineswegs an Attraktivität verloren. Wir bauen unseren Marktanteil seit Jahren sukzessive aus und wachsen dabei doppelt so schnell wie der Markt. Unsere modernen Produkte kommen bei den Kunden sehr gut an. Die Menschen haben erkannt, gerade in Zeiten niedriger Zinsen, dass chancenorientierte Vorsorgekonzepte am besten für ihre langfristige Altersvorsorge geeignet sind.

Zu modernen Vorsorgekonzepten gehören moderne Kommunikationskonzepte die heute selbstverständlich die gesamte Bandbreite der digitalen Ansprache umfassen müssen. Die Allianz bedient alle relevanten Eingangskanäle, um Kundenanliegen zu beantworten. Darüber hinaus haben wir zahlreiche Tools, Services und Apps, die stetig nach den Bedürfnissen unserer Kunden erweitert werden. So haben wir gerade mit dem Allianz ParkDepot unsere erste volldigitale Alternative zum Tagesgeld auf den Markt gebracht.

VWheute: Stichwort Insurtechs: Die Versicherungs-Start-ups drängen seit langem in den Markt und machen den klassischen Anbietern durchaus ernsthafte Konkurrenz. Viele Banken und Versicherer haben darauf reagiert und kaufen Fintechs auf oder gründen eigene Innovationslabs. Welche Chancen sieht die Allianz in dieser Entwicklung im Hinblick auf die Lebensversicherung und welche potenziellen Kooperationsmöglichkeiten?

Axel Weßling: Diese Herausforderer machen uns keine große Angst. Das Versicherungsgeschäft ist sehr komplex: Sie brauchen Mitarbeiter, die sich mit internationaler Kapitalanlage auskennen, Leute die sich mit der Abwicklung vielerlei Transaktionen beschäftigen und letztlich benötigen sie einen Deckungsstock an Kapital den die Allianz seit Jahrzehnten aufgebaut hat. So etwas gelingt nicht über Nacht.

Dennoch beobachten wir die Tech-Szene auch über den Finanzsektor hinaus sehr intensiv. Wir wollen die Bedürfnisse unserer Kunden noch besser erfüllen als bisher, dabei wird es auch Unterstützung von Partnern geben. Die Allianz Deutschland hat zwei Agile Training Center eingerichtet, in München und in Stuttgart. Dort entwickeln wir Lösungen für unsere Kunden. Dabei setzen wir auf innovative, agile Arbeitsweisen und den engen Austausch mit den Kunden.

VWheute: Stichwort Regulierung: Mit dem Regelwerk von Solvency II wurden die regulatorischen Vorgaben zum Jahresbeginn für die Lebensversicherer verschärft. Worin sehen Sie die regulatorischen Unterschiede zwischen klassischen Anbietern wie der Allianz und den digitalen Start-ups?

Axel Weßling: Wichtig ist: Es gelten für alle die gleichen Spielregeln und damit die gleichen Bedingungen gegenüber den Kunden. Das zentrale Motiv der staatlichen Regulierung ist es, die Kundengelder dauerhaft zu sichern. Gerade in diesem Punkt hat Allianz Leben mit einer über die letzten Jahrzehnte aufgebaute Reservequote von zuletzt 29 Prozent eine besondere Stärke. Damit nehmen wir eine Spitzenstellung im deutschen Markt ein.

Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Tobias Daniel.

Bild: Axel Weßling, Abteilungsleiter Services und bAV bei Allianz Leben (Quelle: Allianz)

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