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Hannover Rück: Stabiler Gewinn trotz Tianjin

05.11.2015 – ulrich_wallin_hannover_reDie Hannover Rück rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem knappen Milliardengewinn. Wie der Rückversicherer am Mittwoch mitteilte, stieg der Konzerngewinn in den ersten neun Monaten um 13 Prozent auf 786,0 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 695,4 Mio.). Allein im dritten Quartal 2015 stieg der Gewinn um 1,2 Prozent auf 254 Mio. Euro (Vorjahr: 251 Mio. Euro). Für 2016 erwartet die Hannover Rück einen Gewinn von 950 Mio. Euro.

So profitiert die Hannover Rück nach eigenen Angaben davon, dass große Naturkatastrophen in diesem Jahr bislang ausgeblieben sind. Allerdings verzeichnete der Rückversicherer eine höhere Anzahl kleinerer Naturkatastrophen sowie Feuer- und Transportschäden. So stieg die Nettogroßschadenbelastung bis zum 30. September 2015 auf 436,4 Mio. Euro. (Vorjahr: 252,2 Mio. Euro).

Größter Einzelschaden ist die Explosion in der chinesischen Hafenstadt Tianjin mit einer Schadenbelastung von 95,9 Mio. Euro. Finanzvorstand Roland Vogel geht laut Nachrichtenagentur Reuters hingegen davon aus, dass weder der bislang ungeklärte Absturz des russischen Passagierflugzeugs über Ägypten noch mögliche Schadenersatzforderungen an die Haftpflichtversicherung von VW-Managern mehr als zehn Mio. Euro kosten werden.

Angesichts der positiven Quartalsergebnisse geht die Hannover Rück daher davon aus, ihre Jahresziele für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen. Auch für 2016 rechnet der Rückversicherer mit einem Gewinn von etwa 950 Mio. Euro. Allerdings kalkuliere der Rückversicherer mit einer höheren Belastung durch Großschäden in einer Größenordnung von etwa 825 Mio. Euro. (vwh/td)

Bild: Ulrich Wallin, Vorstandschef der Hannover Rück (Quelle: Hannover Re)

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